Fatigue bei Krebs: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. März 2015)

Fatigue ist ein häufig bei Krebs auftretender krankhafter Ermüdungszustand, der durch die üblichen Erholungsmaßnahmen (wie ausreichend Schlaf, größere Ruhepausen) nicht verschwindet (franz.: fatigue = Ermüdung, Mattigkeit). Die Betroffenen sind anhaltend körperlich und geistig erschöpft. Unabhängig von Anstrengungen fühlen sie sich schwach und müde, was ihre ihre normale Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.

Andere Begriffe für Fatigue sind Asthenie, Schwäche oder extreme Erschöpfung. Eine Fatigue bei Krebs muss von anderen Formen schwerer Müdigkeitszustände, wie dem Chronic-Fatigue-Syndrom (CFS, chronisches Erschöpfungssyndrom) unterschieden werden, da dem chronischen Erschöpfungssyndrom andere Ursachen zugrunde liegen.

Häufigkeit

Eine Fatigue im Rahmen einer Krebserkrankung kommt relativ häufig vor: Etwa 90 von 100 aller Menschen mit einer Krebserkrankung verspüren während der Erkrankung beziehungsweise Therapie zumindest zeitweise eine anhaltende und quälende Erschöpfung. Für mehr als die Hälfte der Betroffenen stellt die Fatigue sogar das wichtigste und am meisten belastende Problem dar, während ihre behandelnden Ärzte vorwiegend die krebs- oder behandlungsbedingten Schmerzen als die größte Belastung erachten.

Bei der Entstehung und Ausprägung einer Fatigue spielt vor allem die Art der Krebserkrankung und -behandlung eine wesentliche Rolle: Fatigue bei Krebs kommt besonders häufig bei Leukämien, Lymphomen, metastasiertem Brustkrebs und Prostatakrebs vor.


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