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Farbsehstörungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Januar 2015)

Zu den Farbsehstörungen oder Farbsinnstörungen zählen die Farbenschwachsichtigkeit und unterschiedliche Formen der Farbenblindheit. Das Spektrum der Farbsehstörungen ist groß: Manche Menschen können gar keine Farben wahrnehmen, andere wiederum haben Probleme damit, zwei Farben zu unterscheiden. Die meisten Farbsehstörungen sind angeboren.

Personen mit einer Farbenschwachsichtigkeit können manche Farben weniger gut sehen als andere. Besonders häufig können sie die Farbe Grün nicht richtig erkennen (sog. Grünschwäche = Deuteranomalie).

Bei der Farbenblindheit unterschieden Mediziner zwischen Achromasie und Monochromasie. Bei der eher seltenen Achromasie kann ein Mensch überhaupt keine Farben wahrnehmen. Er ist vollkommen farbenblind und kann nur zwischen Kontrasten (hell-dunkel) unterscheiden. Von einer Monochromasie sprechen Ärzte hingegen, wenn eine Person nur eine bestimmte Farbe wahrnehmen kann. Darüber hinaus gibt es farbenblinde Personen, die zwar verschiedene Farben sehen können, aber Schwierigkeiten haben, zwei bestimmte Farben voneinander zu unterscheiden (Dichromasie).

Besonders häufig ist die Rot-Grün-Blindheit. Bei dieser Dichromasie können Betroffene die Farben Rot und Grün nicht unterscheiden.

Männer sind häufiger von Farbsinnstörungen betroffen als Frauen. Das liegt daran, dass angeborene Farbsehstörungen geschlechtsabhängig vererbt werden.

Eine Farbsehstörung kann der Arzt mithilfe von Farbtafeln oder speziellen Geräten (z.B. Anomaloskop) diagnostizieren. Eine Therapie oder vorbeugende Maßnahmen gibt es für die meisten Farbsinnstörungen wie die Rot-Grün-Blindheit und die Farbenblindheit nicht. Im Gegensatz zu den angeborenen Farbsehstörungen können erworbene Farbsinnstörungen manchmal behandelt werden: Die Therapie richtet sich dann nach der zugrunde liegenden Erkrankung.

Angeborene Farbsehstörungen – etwa die Rot-Grün-Blindheit – bleiben im Verlauf konstant – sie verschlechtern sich nicht. Die anderen Sehfunktionen wie die Sehschärfe sind dadurch nicht beeinträchtigt. Erworbene Farbsehstörungen können sich verschlechtern, wenn die Ursache nicht behoben werden kann.



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