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Farbsehstörungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Dezember 2013)

Zu den Farbsehstörungen oder Farbsinnstörungen zählen die Farbenschwachsichtigkeit und unterschiedliche Formen der Farbenblindheit. Sie können angeboren oder erworben sein – die häufigsten Farbsinnstörungen sind angeboren und ebenfalls erblich.

Personen mit einer Farbenschwachsichtigkeit können manche Farben weniger gut sehen als andere. Besonders häufig können sie die Farbe Grün nicht richtig erkennen (sog. Grünschwäche = Deuteranomalie).

Bei der Farbenblindheit unterschieden Mediziner Menschen, die überhaupt keine Farben wahrnehmen können (Achromasie) – also vollkommen farbenblind sind – von solchen, die nur eine Farbe wahrnehmen können (Monochromasie). Außerdem gibt es farbenblinde Personen, die verschiedene Farben sehen können, aber Schwierigkeiten haben, zwei Farben voneinander zu unterscheiden (Dichromasie). Die Achromasie kommt wie Gelb-Blau-Störungen nur sehr selten vor.

Männer sind häufiger von Farbsinnstörungen betroffen als Frauen. Das liegt daran, dass angeborene Farbsehstörungen geschlechtsabhängig vererbt werden.

Besonders häufig ist die Rot-Grün-Blindheit.

Bei dieser Dichromasie können Betroffene die Farben Rot und Grün nicht unterscheiden.

Durch eine Untersuchung mithilfe von Farbtafeln oder speziellen Geräten (z.B. Anomaloskop) kann man Farbsehstörungen feststellen. Der Arzt kann durch die Untersuchungen bestimmen, um welche Farbsinnstörung es sich genau handelt.

Eine Therapie oder vorbeugende Maßnahmen gibt es für die meisten Farbsinnstörungen wie die Rot-Grün-Blindheit und die Farbenblindheit nicht. Im Gegensatz zu den angeborenen Farbsehstörungen können erworbene Farbsinnstörungen manchmal behandelt werden: Die Therapie richtet sich dann auf die zugrunde liegende Erkrankung.

Angeborene Farbsehstörungen – etwa die Rot-Grün-Blindheit – bleiben im Verlauf konstant – sie verschlechtern sich nicht. Die anderen Sehfunktionen wie die Sehschärfe sind durch Farbsinnstörungen nicht beeinträchtigt beziehungsweise unabhängig. Erworbene Farbsehstörungen können sich verschlechtern, wenn die Ursache nicht behoben werden kann.






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