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Farbsehstörungen

Anatomie

Stand: 10. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Mithilfe bestimmter Sinneszellen, der sogenannten Zapfen, in der Netzhaut des Auges gelingt es gewöhnlich, Farben zu unterscheiden. Es gibt drei verschiedene Zapfen-Typen:

  • L-Zapfen für lange Wellenlängen
  • M-Zapfen für mittlere Wellenlängen
  • S-Zapfen für kurze Wellenlängen

Lichtstrahlen von Wellenlängen zwischen etwa 780 nm (rot) und 380 nm (blau) können die Zapfen als Sinneseindruck wahrnehmen. In den Zapfen befinden sich drei verschiedene Farbpigmente. Diese werden je nach Wellenlänge des einfallenden Lichts in unterschiedlicher Weise gereizt und führen im Gehirn zu verschiedenen Farbempfindungen. Durch Mischung der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau entstehen im Gehirn sämtliche Farbtöne des sichtbaren Spektrums.

Häufigkeit

Die häufigsten Farbsehstörungen sind angeboren und werden geschlechtsgebunden vererbt. Deutlich mehr Männer (etwa 8 Prozent aller Männer) als Frauen (etwa 0,4 Prozent aller Frauen) sind betroffen.

Am häufigsten tritt eine Grünschwäche (Deuteranomalie) auf (50 Prozent der angeborenen Fälle). Störungen im Blaubereich sind – ebenso wie eine totale Farbenblindheit – sehr selten.

Weiterlesen: Farbsehstörungen: Ursachen

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