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Familiäre Hypercholesterinämie

Familiäre Hypercholesterinämie: Therapie

Stand: 9. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Mann und Frau kochen zusammen.

Liegt eine familiäre Hypercholesterinämie vor, zielt die Therapie darauf ab, die Werte des Gesamtcholesterins sowie des LDL-Cholesterins zu senken. Bei der ausgeprägten Form, der monogenen familiären Hypercholesterinämie, erfolgt dies in erster Linie durch Medikamente. Wer von der familiären Hypercholesterinämie betroffen ist, sollte seinen Lebensstil kritisch prüfen und bei Bedarf ändern. Dazu gehört, sich gesund – vor allem fettarm – und ausgewogen zu ernähren, das Rauchen aufzugeben und sich mehr zu bewegen.

Bei leichter Hypercholesterinämie, wie sie häufig bei der polygenen Form besteht, kann die Kombination aus fett- und cholesterinarmer Ernährung und Sport mitunter die Werte ausreichend senken. Ob dies im individuellen Fall ausreicht, müssen Betroffener und Arzt im Lauf der Zeit bewerten.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen dienen dazu, den Erfolg der Therapie zu überwachen.

Ernährung

Die familiäre Hypercholesterinämie erfordert eine Therapie, die auch die Ernährung einbezieht. Folgende Grundregeln helfen Ihnen dabei, Ihren Cholesterinspiegel und Ihre Blutfettwerte (z.B. Triglyzeride) zu senken:

  • Nehmen Sie nicht mehr Kalorien auf, als Sie täglich brauchen.
  • Nehmen Sie weniger Fett mit der Nahrung auf.
  • Bereiten Sie alle Gerichte fettarm zu.
  • Ersetzen Sie gesättigte Fettsäuren durch ungesättigte Fettsäuren: Tierische Fette enthalten einen hohen Anteil an Cholesterin und gesättigten Fettsäuren, pflanzliche Fette sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
  • Nehmen Sie mehr Ballaststoffe mit der Nahrung auf (z.B. enthalten in Obst, Gemüse).
  • Ernähren Sie sich cholesterinarm (maximal 300 Milligramm Cholesterin pro Tag).
Nur tierische Erzeugnisse enthalten Cholesterin, pflanzliche nicht!

Viel Cholesterin steckt in folgenden tierischen Lebensmitteln:

  • Eigelb (ca. 250 bis 300 Milligramm Cholesterin pro Eigelb vom Huhn)
  • fettes Fleisch vom Schwein (z.B. Bauch, Speck, Würstchen)
  • Lamm oder Hammel
  • Innereien
  • Leberwurst und Leberpastete
  • Butter und Schmalz
  • Mayonnaise und Remouladensauce
  • Kaviar
  • Krusten- und Schalentiere (z.B. Flusskrebse, Krabben, Shrimps, Tiefseegarnelen)
  • Aal
  • Ölsardinen
  • Tintenfisch

Bevorzugen Sie mageres Fleisch von Kalb, Rind oder Wild und ersetzen Sie fette Wurstwaren wie Salami, Mortadella, Cervelatwurst, Teewurst, Leberkäse oder Schinkenspeck durch magere Wurstsorten, die weniger als 20 Prozent Fett enthalten.

Essen Sie cholesterinarme Fische wie zum Beispiel Forelle, Kabeljau (Dorsch), Schwertfisch, Seelachs, Seezunge oder Zander.

Zwei Frauen joggen.

Ergänzend zur Ernährungsumstellung empfiehlt es sich, überschüssige Pfunde zu verlieren – und das dauerhaft. Hierfür eignen sich Sportarten an der frischen Luft besonders gut. Versuchen Sie es mal mit Walking, Nordic Walking, Joggen oder Radfahren.

Es ist nur begrenzt möglich, die monogene familiäre Hypercholesterinämie in ihrem Verlauf durch eine entsprechende Diät zu beeinflussen. Trotzdem sollte eine gesunde Ernährung Teil der Therapie sein, da sie generell bei Risikofaktoren für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vorteilhaft ist.

Weiterlesen: Familiäre Hypercholesterinämie: Therapie – Medikamentöse Therapie

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