Fallot-Tetralogie (fallotsche Tetralogie): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Mai 2015)

Liegt eine Fallot-Tetralogie (fallotsche Tetralogie) vor, besteht die Therapie darin, den Herzfehler möglichst frühzeitig operativ zu korrigieren., da ohne OP nur etwa jedes zehnte Kind das Erwachsenenalter erreicht.

Chirurgische Therapie

Bei Neugeborenen und sehr jungen Säuglingen mit Fallot-Tetralogie dehnen Ärzte vorerst die verengte Herzklappe zwischen rechter Herzkammer und Lungenarterie (Ballondilatation) vorsichtig auf, um die Versorgung mit Sauerstoff zu verbessern.

Die operative Korrektur der fallotschen Tetralogie sollte innerhalb des ersten zwei Lebensjahre (6-18 Monate) erfolgen. Bei der Operation verschließt der Herzchirurg die Wanddefekte im Herzen und bringt die verlagerte Hauptschlagader (Aorta) in die richtige Position. Darüber hinaus behebt er während der Operation die Verengung im Bereich der Lungenarterie beziehungsweise der Herzklappe zwischen rechter Herzkammer und Lunge. So kann das Herz wieder ausreichend Blut in die Lungen pumpen kann, wo es mit Sauerstoff angereichert wird.

Zusätzlich setzen Ärzte in bestimmten Fällen Medikamente ein. So erhalten manche Neugeborene während des Zeitraums bis zur Operation den Wirkstoff Prostaglandin, der eine vorgeburtlich bestehende Verbindung zwischen der Lungenschlagader (Pulmonalarterie) und der Hauptschlagader (Aorta) offenhält, damit das Blut trotz der Verengung der Lungenarterie in die Lunge gelangt und dort mit Sauerstoff angereichert wird. Auch Herzmedikamente wie Propranolol kommen zum Einsatz, um die Belastung des Herzens zu senken.

Bei der Fallot-Tetralogie erhöht die operative Therapie die Lebenserwartung. Zu den möglichen Komplikationen dieses Eingriffs gehören Herzrhythmusstörungen. Nach einer erfolgreichen Operation der Fallot-Tetralogie sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen, etwa einmal jährlich, empfehlenswert.


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