Fallot-Tetralogie (fallotsche Tetralogie): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Mai 2015)

Bei der Fallot-Tetralogie (fallotsche Tetralogie) hängen die Symptome davon ab, wie stark die Lungenarterien eingeengt sind. Bei ausgeprägten Fällen zeigen die betroffenen Kinder bereits unmittelbar nach der Geburt eine deutliche Blaufärbung der Haut (Zyanose) – insbesondere der Schleimhäute (z.B. im Mund, Zunge), der Lippen und Fingernägel. In den meisten Fällen kommt es jedoch erst nach einigen Wochen oder Monaten infolge der verminderten Lungendurchblutung zu einer sichtbaren Zyanose. Hört der Arzt das Herz mit dem Stethoskop ab, kann er typische Herzgeräusche wahrnehmen.

Die Fallot-Tetralogie führt zu einer verminderten Lungendurchblutung. Betroffene Kinder können einen sogenannten hypoxämischen Anfall erleiden – insbesondere nach längerer körperlicher Ruhe (z.B. nach dem Schlaf) oder durch Stress. Anzeichen eines solchen Anfalls sind:

Ein hypoxämischer Anfall ist ein lebensbedrohlicher Notfall und erfordert eine schnelle ärztliche Behandlung!

Um die Lungendurchblutung zu steigern, nehmen die von der Fallot-Tetralogie betroffenen Kinder eine typische Hockstellung ein, Säuglinge pressen die gebeugten Beine gegen den Körper. Dadurch wird der Druck auf die Gefäße im gesamten Körper erhöht und so der Rückstrom des Blutes zum Herzen und in die Lunge verbessert.

Wird die Fallot-Tetralogie nicht rechtzeitig behandelt, können weitere schwere Symptome wie eine chronische Zyanose auftreten. Dies ist heute aber nur noch selten der Fall, da der Herzfehler meist früh erkannt und behandelt wird. Folgen des chronischen Sauerstoffmangels, wie er bei der fallotschen Tetralogie auftritt, sind unter anderem:

  • Trommelschlegelfinger (aufgetriebene Endgelenke der Finger)
  • Uhrglasnägel (große, aufgewölbte Fingernägel)

Diese typischen Veränderungen der Finger treten selten vor dem zweiten Lebensjahr auf.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst