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Ermüdungsbruch (Ermüdungsfraktur): Therapie

Veröffentlicht von: Till von Bracht (11. Januar 2013)

Bei einem Ermüdungsbruch (Ermüdungsfraktur) hängt die Therapie davon ab, wann die Diagnose erfolgte (d.h. ob schon eine Fraktur besteht oder ob es sich noch um eine seiner Vorstufen handelt), wie stark die Knochenschädigung ist und wo sich der Bruch befindet.

Wenn sich bei Ihnen eine sogenannten Stressfraktur (also ein Ermüdungsbruch gesunder Knochen) ankündigt, reicht es als Therapie im Anfangsstadium unter Umständen aus, wenn Sie die ursächlichen Aktivitäten vorübergehend einstellen und später mit geringerer Belastung wiederaufnehmen. So kann sich der Knochen selbstständig regenerieren, ohne einer Dauerüberlastung ausgesetzt zu sein. Krankengymnastische Übungen können bei einem noch nicht voll ausgebildeten Ermüdungsbruch diese Behandlung unterstützen.

Bestehende Stressfrakturen erfordern – ebenso wie die sogenannte Insuffizienzfraktur (also ein Ermüdungsbruch erkrankter Knochen) – zur Therapie weitergehende Maßnahmen: Hier kommt ein Verband oder Gips zum Einsatz, um den gebrochenen Knochen zu entlasten und ruhig zu stellen. Um bei Insuffizienzfrakturen eine Knochenheilung zu erreichen, ist es außerdem nötig, die Grunderkrankung zu behandeln. Gegen die mit einer Ermüdungsfraktur verbundenen Schmerzen helfen Schmerzmittel (Analgetika).

Bei einem schwerwiegenden Ermüdungsbruch kann zur Therapie eine Operation in Betracht kommen. Zu den operativen Verfahren, die zur Behandlung einer Ermüdungsfraktur geeignet sind, zählen:

  • Spongiosaplastik: Hierbei bringt der Operateur gesundes Knochengewebe aus dem Beckenkamm in die Bruchzone ein
  • Markraumnagelung
  • Verschraubung mit Titanschrauben

Die beim Ermüdungsbruch zur Therapie nötige Phase der Ruhigstellung dauert etwa zwei bis vier Wochen. Danach können Sie die Belastung des von der Ermüdungsfraktur betroffenen Körperteils wieder vorsichtig steigern. Zusätzlich erfolgt eine Physiotherapie.






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