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Ermüdungsbruch (Ermüdungsfraktur)

Ermüdungsbruch (Ermüdungsfraktur): Definition

Stand: 29. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein Ermüdungsbruch (Ermüdungsfraktur) ist – anders als akute Knochenbrüche – die Folge einer lang andauernden und sich ständig wiederholenden Belastung des Knochens. Ermüdungsbrüche kann man in zwei Arten unterteilen:

  • Stressfraktur: kann bei dauerhafter Überlastung von gesunden Knochen auftreten
  • Insuffizienzfraktur: entsteht durch Überlastung erkrankter Knochen

Ein Ermüdungsbruch unterscheidet sich von einem akuten Bruch dadurch, dass die belastende Kraft zu gering ist, um eine spontane Knochenfraktur zu verursachen. Vielmehr verändert sich das Knochengewebe über einen gewissen Zeitraum hinweg; es bilden sich Risse und Spalten aus. Schließlich bricht der Knochen als Folge eines länger andauernden Prozesses. Daher spricht man bei der Ermüdungsfraktur auch von einem Dauerbruch.

Je nachdem, an welcher Stelle der Ermüdungsbruch auftritt, liegt folgende Form von Knochenbruch vor:

  • Jones-Fraktur (Ermüdungsbruch am 5. Mittelfußknochen im Fuß, besonders häufig als Stressfraktur bei Sportlern)
  • Marschfraktur (Stressfraktur im Mittelfuß am 2., 3. oder 4. Mittelfußknochen)
  • Schipperkrankheit (Ermüdungsbruch am Hals- oder Brustwirbel, z.B. als Stressfraktur durch schaufelnde Bewegung)
  • Hustenfraktur (Ermüdungsbruch der Rippen oder Wirbelkörper durch dauerhaftes, kräftiges Husten)

Weiterlesen: Ermüdungsbruch (Ermüdungsfraktur): Definition – Häufigkeit

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