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Grippe oder Erkältung?

Vorbeugen

Stand: 28. Oktober 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Die beste Möglichkeit, einer Grippe vorzubeugen, ist die Grippeschutzimpfung. Diese muss jährlich erneuert werden, da die Influenza-Viren ständig ihre Struktur ändern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat daher ein zentrales Meldesystem aufgebaut, um sofort mit der Entwicklung eines neuen Impfstoffs reagieren zu können, wenn ein "neues" Virus auftaucht. Die empfohlenen Impfstoffe stellen eine Mischung dar und sind gegen verschiedene Grippeviren wirksam. Die Impfung sollte vor Beginn der Grippesaison, vorzugsweise im Oktober bis November, erfolgen. Mit der Impfung gelingt es, bis zu 90 Prozent der Geimpften vor einer Erkrankung zu schützen oder aber zumindest einen milden, komplikationsarmen Verlauf zu erreichen. Eine solche Grippeschutzimpfung schützt allerdings nicht vor einem grippalen Infekt (Erkältung). Nach den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollten sich folgende Personengruppen impfen lassen:

  • Personen über 60 Jahre
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (zweites Trimenon) (bei erhöhter Gesundheitsgefahr wegen einer anderen Grunderkrankung ab dem ersten Trimenon)
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung infolge eines Grundleidens wie chronische Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, chronischen neurologischen Erkrankungen wie multiple Sklerose, Immunschwäche, HIV-Infektion
  • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
  • Personen mit erhöhter Gefährdung, z.B. medizinisches und pflegendes Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
  • alle, wenn "eine intensive Epidemie aufgrund von Erfahrungen in anderen Ländern droht" oder wenn ein neuer Virustyp zu erwarten ist und es hierfür schon einen Impfstoff gibt. Hat man die Schutzimpfung verpasst, kann man sich nicht gegen Grippe impfen lassen oder weichen die Impfstoffe von den aktuell zirkulierenden Viren ab, kann man eine Prophylaxe mit Neuraminidasehemmern durchführen. Besonders nach Kontakt mit Grippekranken empfiehlt sich die vorbeugende Einnahme der Medikamente. Allerdings sollte man bedenken, dass die Grippeschutzimpfung die Maßnahme der ersten Wahl ist.

Gegen eine Erkältung kann man nicht sicher vorbeugen. Empfehlenswert ist ausreichend Bewegung, wodurch das Immunsystem gestärkt wird. Regelmäßige Saunagänge halten die Immunabwehr des Körpers fit und helfen so, Erkrankungen vorzubeugen. Wenn möglich, sollte man den Kontakt mit Erkälteten meiden (z.B. in überfüllten Wartesälen zur Winterzeit). Die Grippeschutzimpfung hilft nur gegen die echte Grippe und nicht gegen eine Erkältung. Bei der Grippe handelt es sich um eine plötzliche, fieberhafte, nicht selten auch lebensbedrohliche Erkrankung, die durch Influenza-Viren ausgelöst wird. Entsprechend der weltweit aktuell verbreiteten Influenza-Viren, wird von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) jährlich eine geeignete Antigenkombination als Impfstoff empfohlen. Daher hilft die Impfung nur, wenn sie jedes Jahr neu erfolgt. Den Schutz durch eine Impfung sollte man ernst nehmen.

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