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Stand: 27. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Grippe (Influenza) kann es zur Therapie ausreichen, die bestehenden Symptome zu lindern. Unter bestimmten Umständen ist es jedoch bei einer Virusgrippe ratsam, die ursächlichen Grippeviren durch entsprechende Medikamente zu bekämpfen – und zwar dann, wenn:
Wenn Sie eine schwere Grippe (Influenza) oder ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, ist eine Therapie ratsam, die gegen die ursächlichen Influenzaviren angeht. Hierzu erhalten Sie entsprechend gegen Viren wirkende Medikamente: sogenannte Virostatika. Diese Mittel sind jedoch nur dann gegen Grippe erfolgreich, wenn die Behandlung so schnell wie möglich (innerhalb der ersten 48 Stunden nach Ausbruch der Virusgrippe) beginnt.
Zur Gruppe der Virostatika zählen unter anderem die Neuraminidasehemmer. Die Wirkungsweise der Grippe-Behandlung mit Neuraminidasehemmer besteht darin, dass sie die weitere Ausbreitung des Grippevirus im Körper hemmt. Wirksam ist diese Therapie gegen die Influenzaviren vom Typ A und B, nicht jedoch gegen Typ C.
Gegenwärtig stehen für ursächliche Grippe-Therapie die Virostatika Zanamivir und Oseltamivir zur Verfügung. Zanamivir erhalten Sie als Pulver, das Sie inhalieren müssen; bei diesem Grippemittel kommt es in seltenen Fällen zu krampfartigen Verengungen der Atemwege (Bronchospasmen) – vor allem bei Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung. Oseltamivir nehmen Sie über den Mund ein. Die Grippe-Behandlung mit Oseltamivir löst in etwa jedem zehnten Fall Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt aus (v.a. Übelkeit und Erbrechen).
Ein älteres gegen Grippe wirksames Virostatikum ist der Wirkstoff Amantadin, der nicht zu den Neuraminidasehemmern, sondern zu den zyklischen Aminen gehört und nur für die Therapie von Influenza-A-Virusinfektionen geeignet ist. Amantadin kann die Dauer von Fieber um einen Tag verkürzen. Allerdings hat die Grippe-Behandlung mit diesem Mittel nicht unerhebliche Nebenwirkungen (z.B. Durchfall, Depression, epileptische Anfälle).
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