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Schüttelfrost
SchüttelfrostStand: 16. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Schüttelfrost: DefinitionDer Begriff "Schüttelfrost" bezeichnet per Definition ein Kältegefühl, bei dem der gesamte Körper unkontrolliert zittert, sodass die Körpertemperatur schnell ansteigt. Das Zittern entsteht dadurch, dass die Skelettmuskulatur sich schnell und wiederholt zusammenzieht (kontrahiert) und wieder erschlafft. Plötzlicher Schüttelfrost ist ein Allgemeinsymptom bei Infektionskrankheiten, die mit heftigem Fieber einhergehen. Dabei ist das Muskelzittern maßgeblich am Fieberanstieg beteiligt: Der Zweck der Muskelkontraktionen beim Schüttelfrost liegt darin, Wärme zu erzeugen. Daher kann Schüttelfrost in der Anfangsphase des Fieberanstiegs auftreten, ohne dass schon Fieber besteht, und ähnelt in seinem Erscheinungsbild dem Zittern bei großer Kälte. Fieber und starker Schüttelfrost treten vor allem im Verlauf von Infektionen auf, bei denen der gesamte Körper in die Entzündungsreaktion miteinbezogen ist: Die ursächlichen Erreger (häufig Bakterien) führen dazu, dass der Körper im Rahmen der Immunreaktion Zytokine ausschüttet, von denen einige als fiebererzeugende Stoffe (sog. Pyrogene) fungieren. Diese Stoffe gelangen wahrscheinlich über den Blutweg ins Gehirn und lösen dort eine Fieberreaktion aus. Für diese Fieberreaktion ist der als Hypothalamus bezeichnete Teil des Zwischenhirns verantwortlich: Er verstellt den Sollwert der Körperkerntemperatur nach oben. Daraufhin sorgen die Mechanismen der Wärmeregulierung, die sonst die Körpertemperatur (mehr oder weniger konstant) auf 37 Grad Celsius halten, für eine zunehmende Temperatur – zum einen über eine verringerte Wärmeabgabe (durch eine verminderte Durchblutung der Haut, weshalb die Haut abkühlt) und zum anderen über eine erhöhte Wärmeerzeugung (durch Muskelzittern = Schüttelfrost). Dieser Fieberanstieg dauert so lange an, bis der neue Temperatursollwert erreicht ist – dann verschwindet der Schüttelfrost. Die einen Schüttelfrost kennzeichnenden Muskelzuckungen betreffen vor allem die Oberschenkel- und Rückenmuskulatur sowie die Kaumuskulatur. Typisch für Schüttelfrost ist, dass man das Zittern nicht willentlich beeinflussen kann. Meist dauert ein Schub einige Minuten und geht häufig direkt in den Schlaf über. Weiterlesen: Schüttelfrost: Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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