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Husten: Diagnose

Stand: 10. September 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Nicht jeder Husten erfordert eine gezielte Diagnose. Plötzlicher Husten tritt meist als harmloses Symptom im Rahmen einer Erkältung auf. Jedoch sollte jeder Husten beim Arzt abgeklärt werden, der länger als der ursächliche Atemwegsinfekt anhält oder mit blutigem oder ähnlich auffälligem Auswurf einhergeht. Hier steckt unter Umständen eine behandlungsbedürftige Erkrankung (wie Lungenentzündung oder Lungenkrebs) dahinter. Der Arzt fahndet in solchen Fällen von Husten intensiver danach, welche Krankheit die Beschwerden verursachen könnte und stellt eine entsprechende Diagnose.

In sehr seltenen Fällen handelt es sich bei Husten um einen Notfall. Anzeichen dafür sind akute, stechende Schmerzen im Brustkorb, sichtbare Verletzungen im Brustbereich, starke Atemnot und/oder Herzrasen. Hier ist sofortige ärztliche Hilfe notwendig, ebenso bei eingeatmeten oder verschluckten Fremdkörpern.

Um die Ursache des Hustens besser ermitteln zu können, stellt der Arzt zunächst ein paar Fragen zu den genauen Beschwerden, wie zum Beispiel:

  • Wann ist der Husten erstmals aufgetreten?
  • Geht der Husten mit oder ohne Auswurf einher?
  • Wenn Sie Auswurf abhusten, wie sieht dieser aus?
  • Zu welcher Tageszeit (morgens, nachts) ist der Husten stärker?
  • Haben Sie sonstige Symptome wie Halsschmerzen, Schnupfen, Kopfschmerzen, Heiserkeit oder Atembeschwerden bemerkt?

Dann fragt der Arzt in der Regel nach möglichen Vorerkrankungen wie Allergien und Unverträglichkeiten, derzeit eingenommenen Medikamenten, dem allgemeinen Wohlbefinden und den Lebensgewohnheiten (besonders ob und wie viel man raucht).

Es folgt eine gründliche Untersuchung von Hals, Rachen und Oberkörper. Der Arzt hört Lungen und Herz mit einem Stethoskop ab. Gelegentlich nimmt er auch Blut ab und lässt es auf Entzündungswerte oder Erreger einer Infektion untersuchen. Ist der Husten von Auswurf begleitet, eignet sich dieser als Probenmaterial. Im Labor lässt sich der Auswurf mikrobiologisch auf Keime testen. Dauert der Husten länger als drei Wochen an, benötigt der Arzt für eine genaue Diagnose oft eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs (sog. Röntgen-Thorax).

Je nach Ergebnis der vorangegangenen Diagnostik sind bei Husten zusätzliche Untersuchungen sinnvoll. Dazu zählen unter anderem

Bei einfachen Infekten wie einer Erkältung als Ursache des Hustens sind diese Untersuchungen jedoch nicht notwendig.

Weiterlesen: Husten: Therapie

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