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Stand: 23. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Halsschmerzen erfordern nur selten eine Therapie durch den Arzt. Die meisten Menschen wenden bei Halsschmerzen zur Therapie zunächst freiverkäufliche Arzneimittel aus der Apotheke an, etwa Halsschmerztabletten. Davon gibt es eine Reihe, meist Lutschtabletten, die vor allem gegen akute, erkältungsbedingte Halsschmerzen wirken und lokal in Mund, Hals und Rachen ihre Wirkung entfalten. Je nach Wirkart unterscheidet man Präparate, die örtlich betäubend (lokalanästhetisch), entzündungshemmend (antiinflammatorisch), desinfizierend (antiseptisch), reizlindernd und schleimhautauskleidend (mucilaginös) sowie zusammenziehend und abschwellend (adstringierend) sind.
Rezeptfreie und freiverkäufliche Medikamente wie Lutschpastillen, Gurgellösungen und Sprays zur Selbstbehandlung sind meist wohltuend, sind allerdings keine geeignete Therapie gegen Halsschmerzen – sie lindern zwar die Beschwerden, verkürzen aber nicht die Dauer der Schmerzen.
Bei bakteriellen Infektionen hilft gegen Halsschmerzen (z.B. einer Mandelentzündung) eine Therapie mit Antibiotika, meist verordnet der Arzt ein Antibiotikum mit breitem Wirkspektrum (Breitbandantibiotikum). Bei häufigen Mandelentzündungen kann es sinnvoll sein, die Gaumenmandeln operativ zu entfernen.
Andere Erkrankungen, zum Beispiel Kopf-Hals-Tumoren, die Ursachen für Halsschmerzen sind, erfordern eine spezielle Therapie. Grundsätzlich empfiehlt es sich bei einer Behandlung gegen Halsschmerzen auch alle die Schleimhaut reizenden und schädigenden Faktoren wie das Rauchen zu vermeiden.
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