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Fieber

Stand: 29. November 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Fieber: Definition

Eine Körpertemperatur über 38° Celsius (38°C) bezeichnet man laut Definition als Fieber (lat. Febris). Häufig ist Fieber ein Symptom einer Grippe oder einer Erkältung. Die Temperatur lässt sich mit einem geeigneten Fieberthermometer im Enddarm (rektal), unter der Achselhöhle (axillar), im Ohr oder unter der Zunge im Mund (oral) messen.

Man sieht ein Kind mit einem Fieberthermometer.
Vor allem kleine Kinder entwickeln häufig Fieber.

Die rektale Temperaturmessung gilt als die genaueste. Am gebräuchlichsten sind elektronische Digital-Fieberthermometer; ältere Modelle sind Fieberthermometer, die mit Quecksilber die Temperatur erfassen.

Das Temperaturzentrum im Gehirn steuert die Wärmeregulation des menschlichen Körpers. Dieses Zentrum liegt im Bereich des sogenannten Hypothalamus, einem Teil des Zwischenhirns. Fieber entsteht dadurch, dass der Sollwert der Körpertemperatur in diesem Temperaturzentrum nach oben verstellt ist. Wenn die Nervenzellen im Temperaturzentrum direkt gereizt werden, steigt die Körpertemperatur.

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Auch fiebererzeugende Stoffe, sogenannte Pyrogene, können Fieber auslösen. So können etwa bestimmte Bestandteile von Bakterien als Pyrogen wirken und zu Fieber führen. Fieber kann dazu beitragen, die natürlichen Abwehrprozesse des Körpers zu beschleunigen.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Fieber, zum Beispiel:

  • über Tage und Wochen anhaltendes Fieber mit Temperaturschwankungen bis zu 1°C (sog. Fieber-Kontinua)
  • tägliche Fieberschwankungen um 1°C bis 2°C, wobei die Temperatur stets erhöht bleibt (sog. remittierendes Fieber)
  • tägliche starke Fieberschwankungen, die periodisch abfallen und sich mit Unter- oder Normaltemperatur abwechseln (sog. intermittierendes Fieber)
  • langsam ansteigendes, länger anhaltendes Fieber mit fieberfreien Intervallen (undulierendes Fieber)
  • in kurzen Perioden auftretendes Fieber, welches von einem oder mehreren fieberfreien Tagen unterbrochen wird, z.B. bei Malaria (sog. Relapsfieber)

Neben dem Anstieg der Körpertemperatur äußert sich Fieber oft mit Symptomen wie:

Weiterhin kann es zu Schwindel, Wahrnehmungsstörungen und Verwirrtheit kommen. Bei sehr hoher Temperatur kann es zu Bewusstseins- und Sinnestrübungen, dem Fieberdelir, kommen.

Bei Kindern mit einer entsprechenden Veranlagung kann Fieber zu sogenannten Fieberkrämpfen führen. Dabei handelt es sich um epileptische Anfälle, die meist weniger als 15 Minuten andauern. Ein Fieberkrampf kann bei Kindern zwischen 6 Monaten und 5 Jahren auftreten – in dieser Altersgruppe sind 3 bis 4 Prozent der Kinder davon betroffen.

Fieber ist beim Baby und beim Kind eines der häufigsten Symptome, das zu einem Besuch beim Kinderarzt führt. Da das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) beim Baby noch nicht ausgereift ist, sollten Eltern bei Fieber möglichst früh einen Arzt aufsuchen. Er kann die Ursachen des Fiebers abklären und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung beginnen. Fieber sollte beim Baby außerdem nicht selbständig mit Medikamenten behandelt werden, da einige fiebersenkende Mittel wie Acetylsalicylsäure für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet sind.

Weiterlesen: Fieber: Ursachen

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