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Erkältung

Medikamente

Stand: 17. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Erkältung (grippaler Infekt) können zur Therapie auch Medikamente zum Einsatz kommen: Es sind zahlreiche Mittel verfügbar, die gegen das mit der Erkältung verbundene Krankheitsgefühl helfen und gegebenenfalls Halsschmerzen oder Kopfschmerzen lindern. Abschwellende Nasentropfen erleichtern die Atmung und helfen bei Ohrenstechen oder sogenannten verlegten Ohren. Gegen trockenen Reizhusten sind hustendämpfende kodeinhaltige Mittel für wenige Tage empfehlenswert. Bei Husten können schleimlösende Hustensäfte eine Hilfe sein. Solche Schleimlöser sind allerdings bei Kleinkindern und bei Menschen mit Asthma mit Vorsicht gegen die Erkältung anzuwenden, da diese Probleme haben, den Schleim auch auszuhusten.

Gegen mit der Erkältung einhergehende Kopfschmerzen und Gliederschmerzen können beispielsweise Medikamente helfen, die Acetylsalicylsäure (ASS) enthalten. Bei erkälteten Kindern ist es jedoch ratsam, auf eine Therapie mit diesem Mittel zu verzichten, da ein Risiko für ein sogenanntes Reye-Syndrom besteht: Die Einnahme von ASS während einer Viruserkrankung kann zu diesem Krankheitsbild – mit Erbrechen, Verwirrtheit, Krampfanfällen bis zum Koma – führen, in dessen Verlauf es zu Hirn- und Leberschäden kommt. Während im Frühstadium eine Heilung noch möglich ist, führt das Vollbild des Reye-Syndroms in 70 Prozent der Fälle zum Tod.

Früher erfolgte bei Erkältungskrankheiten oft selbstverständlich eine Antibiotika-Therapie. Heute weiß man: Bei einer akuten Erkältung helfen diese Medikamente nur bedingt oder gar nicht. Liegen aber Hinweise auf eine bakterielle Entzündung vor, ist es ratsam, diese unter ärztlicher Aufsicht mit einem Antibiotikum zu behandeln.

Damit Sie die virusbedingte Erkältung (grippaler Infekt) so schnell wie möglich loswerden, bieten sich hingegen zinkhaltige Medikamente an: Zink hemmt die Vermehrung von Rhinoviren, den häufigsten Auslösern von Erkältungen. Wenn innerhalb der ersten 24 Stunden nach Auftreten der ersten Erkältungssymptome bei ansonsten gesunden Menschen Zinkpräparate (als Lutschtablette oder Sirup) zum Einsatz kommen, verringert sich dadurch nachweislich die Dauer und Schwere der Erkältung. Wer Zink einnimmt, kann auch eher damit rechnen, dass ein grippaler Infekt nach spätestens 7 Behandlungstagen verschwunden ist. Die Verwendung zinkhaltiger Lutschtabletten kann allerdings mit Nebenwirkungen (z.B. schlechter Geschmack im Mund oder Übelkeit) verbunden sein. Ob die Zink-Behandlung auch für Menschen geeignet ist, die zum Beispiel eine chronische Grunderkrankung, eine Immunschwäche oder Asthma haben, ist noch nicht hinreichend geklärt.

Alternative Heilmittel

Bei einer Erkältung ziehen viele Menschen zur Therapie auch alternative Heilmittel in Betracht. Zu den zahlreichen alternativen Heilverfahren zählt zum Beispiel die Phytotherapie, die Homöopathie oder die Akupunktur. Diese Verfahren kommen zur Behandlung sowie zur Abwehr von Erkältungen zum Einsatz. Ob sich ein grippaler Infekt durch diese Maßnahmen wirklich lindern oder verhindern lässt, ist häufig Gegenstand von Diskussionen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie den Rat eines mit der jeweiligen Methode vertrauten Arztes, Apothekers oder Heilpraktikers einholen.

Weiterlesen: Erkältung: Verlauf

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