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Erkältung (grippaler Infekt): Therapie

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (03. August 2016)

Eine Erkältung (grippaler Infekt) verschwindet in der Regel ohne Therapie von selbst wieder. Trotzdem kann es sinnvoll sein, verschiedene Mittel gegen die Erkältung einzusetzen, um die unerwünschten Beschwerden zu unterdrücken.

Die Krankheitsursache lässt sich bei einer Erkältung nicht beseitigen: Es gibt kein spezielles Erkältungsmittel, das gegen alle infrage kommenden Erkältungsviren wirkt. Da Antibiotika nur gegen Bakterien wirken, ist ihr Einsatz nur dann sinnvoll, wenn ein grippaler Infekt mit einer zusätzlichen bakteriellen Infektion einhergeht (sog. Mischinfektion). Merke: Antibiotika sind keine Erkältungsmittel!

Was hilft gegen Erkältung?

Die Erkältung zählt zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt – durchschnittlich erkältet sich jeder Erwachsener mindestens einmal pro Jahr. Viele fragen sich daher: Was hilft gegen eine Erkältung?

Die gute Nachricht lautet: Sie können vieles, was hilft, auch selbst tun! Gegen eine Erkältung reichen oft schon allgemeine Maßnahmen aus. Um die Symptome des grippalen Infekts zu lindern und Ihre Genesung zu unterstützen, ist es zum Beispiel ratsam, dass Sie:

  • sich körperlich schonen (etwa in Bezug auf Arbeit und Sport)
  • Dampf inhalieren (z.B. Kamillen- oder Salbeidampf)
  • heiße Getränke mit Honig trinken
  • warme Halswickel anwenden
  • Lutschtabletten lutschen
  • Stimme schonen
  • aufs Rauchen verzichten

Hausmittel gegen Erkältung?

Außerdem können Sie verschiedene Hausmittel gegen Ihre Erkältung ausprobieren: Mancher schwört auf Ingwer als Hausmittel bei Erkältung (Ingwertee mit Zitronensaft und Honig), andere bevorzugen bei einem grippalen Infekt die Inhalation von Teebaum- oder Pfefferminzöl oder legen eine in Scheiben geschnittene Zwiebel auf das Nachtschränkchen, damit die Dämpfe den Schnupfen lindern.

Medikamente

Bei einer Erkältung können auch Medikamente zur Therapie zum Einsatz kommen: Es stehen zahlreiche Mittel zur Verfügung, die bei einem grippalen Infekt helfen und gegebenenfalls Schmerzen lindern.

Früher war bei einer Erkältung eine Therapie mit Antibiotika oft selbstverständlich. Heute weiß man: Bei einer akuten Erkältung helfen diese Medikamente nicht. Wenn ein grippaler Infekt aber mit einer bakteriellen Entzündung einhergeht, ist es ratsam, diese unter ärztlicher Aufsicht mit einem Antibiotikum zu behandeln.

Hingegen können Sie bei einer Erkältung schmerzlindernde Medikamente gegen Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen einnehmen – wie beispielsweise Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS). Wenn Ihre Kinder erkältet sind, geben Sie ihnen aber keinesfalls Medikamente mit ASS, da sonst ein Risiko für das sogenannte Reye-Syndrom besteht:

Das Reye-Syndrom kann mit Erbrechen, Verwirrtheit, Krampfanfällen bis zum Koma einhergehen und Hirn- und Leberschäden verursachen. Dieses Krankheitsbild können Kinder entwickeln, wenn sie während einer Viruserkrankung ASS einnehmen.
Darum gilt bei einer Erkältung im Baby- und Kindesalter: bloß kein ASS!

Oft kommen bei einer Erkältung auch abschwellende Nasentropfen zum Einsatz, um die Atmung zu erleichtern und ein Ohrenstechen oder sogenannte verlegte Ohren zu behandeln. Wenn Ihr grippaler Infekt mit trockenem Reizhusten einhergeht, ist eine wenige Tage dauernde Behandlung durch hustendämpfende codeinhaltige Medikamente empfehlenswert.

Bei Husten können schleimlösende Hustensäfte eine Hilfe sein. Solche Schleimlöser sind allerdings bei Kleinkindern und bei Menschen mit Asthma mit Vorsicht gegen die Erkältung anzuwenden, da diese Probleme haben, den Schleim auch auszuhusten.

Bei einer Erkältung in der Schwangerschaft gilt: Bevor Sie Medikamente gegen Ihre Beschwerden einnehmen, halten Sie am besten Rücksprache mit Ihrem Arzt! Er kann Ihnen sagen, welche Mittel Sie bedenkenlos gegen Ihre Erkältung anwenden können. Da ein grippaler Infekt kein besonderes Risiko für Mutter und Kind darstellt, können Sie bei der Behandlung auch weitgehend auf Medikamente verzichten.

Alternative Heilmittel

Um die Beschwerden bei einer Erkältung zu verbessern, ziehen viele Menschen auch alternative Heilmittel in Betracht. Zu den zahlreichen alternativen Heilverfahren zählt zum Beispiel die Phytotherapie, die Homöopathie oder die Akupunktur. Diese Verfahren kommen zur Behandlung sowie zur Abwehr von Erkältungen zum Einsatz. Ob sich ein grippaler Infekt durch diese Maßnahmen wirklich lindern oder verhindern lässt, ist häufig zweifelhaft. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



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