Anzeige

Anzeige

Erkältung (grippaler Infekt): Therapie

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (01. Juni 2015)

Eine Erkältung (grippaler Infekt) verschwindet in der Regel ohne Therapie von selbst wieder. Trotzdem kann es sinnvoll sein, verschiedene Mittel gegen Ihre Erkältung einzusetzen, um die unerwünschten Beschwerden zu unterdrücken.

Es gibt allerdings kein spezielles Erkältungsmittel, das die Krankheitsursache beseitigen kann. Da typischerweise Viren für eine Erkältung verantwortlich sind, helfen Antibiotika meist nicht, weil sie nur gegen Bakterien wirken.

Was hilft gegen Erkältung?

Die Erkältung zählt zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt – durchschnittlich erkältet sich jeder Erwachsener mindestens einmal pro Jahr. Viele fragen sich daher: Was hilft gegen eine Erkältung?

Die gute Nachricht lautet: Sie können vieles, was hilft, auch selbst tun! Gegen eine Erkältung reichen oft schon allgemeine Maßnahmen aus. Um die Symptome des grippalen Infekts zu lindern und Ihre Genesung zu unterstützen, ist es zum Beispiel ratsam, dass Sie:

  • sich körperlich schonen (etwa in Bezug auf Arbeit und Sport)
  • Dampf inhalieren (z.B. Kamillen- oder Salbeidampf)
  • heiße Getränke mit Honig trinken
  • warme Halswickel anwenden
  • Lutschtabletten lutschen
  • Stimme schonen
  • aufs Rauchen verzichten

Hausmittel gegen Erkältung?

Außerdem können Sie verschiedene Hausmittel gegen Ihre Erkältung ausprobieren: Mancher schwört auf Ingwer als Hausmittel bei Erkältung (Ingwertee mit Zitronensaft und Honig), andere bevorzugen bei einem grippalen Infekt die Inhalation von Teebaum- oder Pfefferminzöl oder legen eine in Scheiben geschnittene Zwiebel auf das Nachtschränkchen, damit die Dämpfe den Schnupfen lindern.

Medikamente

Bei einer Erkältung (grippaler Infekt) können zur Therapie auch Medikamente zum Einsatz kommen: Es stehen zahlreiche Mittel zur Verfügung, die bei einer Erkältung helfen und gegebenenfalls Schmerzen lindern.

So können Sie bei einer Erkältung schmerzlindernde Medikamente gegen Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen einnehmen – wie beispielsweise Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS). Wenn Ihre Kinder erkältet sind, geben Sie ihnen aber besser keine Medikamente mit ASS, da sonst ein Risiko für das sogenannte Reye-Syndrom besteht:

Das Reye-Syndrom kann mit Erbrechen, Verwirrtheit, Krampfanfällen bis zum Koma einhergehen und Hirn- und Leberschäden verursachen. Dieses Krankheitsbild können Kinder entwickeln, wenn sie während einer Viruserkrankung ASS einnehmen.
Darum gilt bei einer Erkältung im Baby- und Kindesalter: bloß kein ASS!

Oft kommen bei einer Erkältung auch abschwellende Nasentropfen zum Einsatz, um die Atmung zu erleichtern und ein Ohrenstechen oder sogenannte verlegte Ohren zu behandeln. Wenn Ihr grippaler Infekt mit trockenem Reizhusten einhergeht, ist eine wenige Tage dauernde Behandlung durch hustendämpfende codeinhaltige Medikamente empfehlenswert.

Bei Husten können schleimlösende Hustensäfte eine Hilfe sein. Solche Schleimlöser sind allerdings bei Kleinkindern und bei Menschen mit Asthma mit Vorsicht gegen die Erkältung anzuwenden, da diese Probleme haben, den Schleim auch auszuhusten.

Früher war bei einer Erkältung eine Therapie mit Antibiotika oft selbstverständlich. Heute weiß man: Bei einer akuten Erkältung helfen diese Medikamente nur bedingt oder gar nicht. Wenn ein grippaler Infekt aber mit Anzeichen für eine bakterielle Entzündung einhergeht, ist es ratsam, diese unter ärztlicher Aufsicht mit einem Antibiotikum zu behandeln.

Damit Sie die virusbedingte Erkältung so schnell wie möglich loswerden, bieten sich hingegen zinkhaltige Medikamente an: Zink hemmt die Vermehrung von Rhinoviren, den häufigsten Auslösern von Erkältungen. Wenn ein ansonsten gesunder Mensch Zinkpräparate (als Lutschtablette oder Sirup) innerhalb der ersten 24 Stunden nach Beginn der Erkältung einnimmt, verringern sich Dauer und Schwere der Erkältung nachweislich: Durch die Behandlung mit Zink steigt die Chance, dass ein grippaler Infekt nach spätestens 7 Behandlungstagen verschwunden ist.

Wer zinkhaltige Lutschtabletten gegen eine Erkältung einsetzt, muss allerdings damit rechnen, dass es zu Nebenwirkungen kommen kann (z.B. schlechter Geschmack im Mund oder Übelkeit). Ob die Zinkbehandlung auch für Menschen geeignet ist, die neben einem grippalem Infekt zum Beispiel eine chronische Grunderkrankung, eine Immunschwäche oder Asthma haben, ist noch nicht hinreichend geklärt.

Bei einer Erkältung in der Schwangerschaft gilt: Bevor Sie Medikamente gegen Ihre Beschwerden einnehmen, halten Sie am besten Rücksprache mit Ihrem Arzt! Er kann Ihnen sagen, welche Mittel Sie bedenkenlos gegen Ihre Erkältung anwenden können. Da ein grippaler Infekt kein besonderes Risiko für Mutter und Kind darstellt, können Sie bei der Behandlung auch weitgehend auf Medikamente verzichten.

Alternative Heilmittel

Um die Beschwerden bei einer Erkältung zu verbessern, ziehen viele Menschen auch alternative Heilmittel in Betracht. Zu den zahlreichen alternativen Heilverfahren zählt zum Beispiel die Phytotherapie, die Homöopathie oder die Akupunktur. Diese Verfahren kommen zur Behandlung sowie zur Abwehr von Erkältungen zum Einsatz. Ob sich ein grippaler Infekt durch diese Maßnahmen wirklich lindern oder verhindern lässt, ist häufig Gegenstand von Diskussionen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.



Apotheken-Notdienst

Anzeige