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Erkältung (grippaler Infekt): Diagnose

Veröffentlicht von: Till von Bracht (20. September 2013)

Bei einer Erkältung (grippaler Infekt) gelingt die Diagnose oft schon anhand der geschilderten Beschwerden (sog. Anamnese) und der körperlichen Untersuchung (sog. klinischer Befund). Bei der Untersuchung fallen in erster Linie die geröteten Nasen- und Rachenschleimhäute auf. Weißliche Beläge auf den Mandeln, auch Stippchen genannt, sind ein Hinweis auf eine bakterielle Mandelentzündung (Tonsillitis), die man mit Antibiotika behandeln kann.

Vor allem eine virusbedingte Erkältung kann schwierig von einer Grippe abzugrenzen sein. Da die echte Grippe schwerwiegender verlaufen kann und ihre Behandlung nur im Frühstadium optimal wirkt, ist es aber wichtig, rechtzeitig festzustellen, ob eine echte Grippe oder ein gewöhnlicher grippaler Infekt vorliegt: Anders als die plötzlich und heftig einsetzende echte Grippe entwickelt sich eine Erkältung eher langsam. Zur richtigen Diagnose kann im Zweifelsfall möglicherweise eine Blutuntersuchung beitragen, bei der man im Blut nach Entzündungszeichen sucht.

Bei vorher gesunden Menschen reichen die Erfassung der Beschwerden und die Untersuchung vollkommen aus, um die Erkältung zu diagnostizieren. Besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung oder verläuft ein grippaler Infekt untypisch oder langwierig, ist zur weiteren Diagnose neben dem Blutbild eine Röntgenaufnahme der Lunge sinnvoll. Bei Menschen mit bekannter Lungenerkrankung kann der Arzt zusätzlich den Speichel auf Krankheitserreger untersuchen. Nur in seltenen Fällen ist eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) oder Computertomographie (CT) erforderlich.






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