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Erektile Dysfunktion (Erektile Impotenz)

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Erektile Dysfunktion: Diagnose

(Stand: 18. Juni 2009)

Wichtig in der Diagnose von erektiler Dysfunktion (erektile Impotenz) ist die Patientenbefragung (Anamnese). Aufgrund der vielfältigen möglichen Ursachen muss neben der körperlichen Untersuchung und der Untersuchung der Blutwerte immer auch die soziale Komponente berücksichtigt werden.

Um die Ursachen einzugrenzen, werden für die Diagnostik von erektiler Dysfunktion besondere Verfahren eingesetzt.

Beim gesunden Mann treten in den Tiefschlafphasen unwillkürliche Erektionen auf. Diese lassen sich mithilfe von Messgeräten nachweisen. In diesen Fällen ist die Ursache der erektilen Dysfunktion vermutlich keine körperliche Störung.

Wenn ein männliches Sexualhormon (aus der Gruppe der Prostaglandine) in einen Schwellkörper gespritzt wird (Schwellkörperinjektionstest, SKIT), kann für gewöhnlich eine Erektion erreicht werden. Wenn für eine länger anhaltende Erektion bereits geringe Menge ausreichen, können ernste gefäßbedingte Ursachen für eine Erektionsstörung mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Mittels Ultraschall (farbkodierte Dopplersonographie) kann nun die Durchblutung des Glieds überprüft werden und Aufschluss darüber geben, ob eine gefäßbedingte Ursache vorliegt.

In besonderen Fällen kann die arterielle Blutversorgung des Penis mithilfe von Kontrastmitteln im Röntgenbild dargestellt werden. Hierbei wird zunächst mit Medikamenten eine Erektion hervorgerufen, wird über die Schwellkörper Kontrastmittel eingebracht und anschließend mit Röntgenstrahlung auf einem bewegten Röntgenfilm der Abfluss aus den Schwellkörpern verfolgt und dokumentiert.

Ist der Blutabfluss über die Venen krankhaft gesteigert, kann eine Kavernosonographie durchgeführt werden. Dabei wird Flüssigkeit in die Schwellkörper gepumpt und gemessen, bei welchem Zustrom eine Erektion aufrecht erhalten werden kann.

Neurogene Störungen, also Störungen der Nervenversorgung im Penis, können durch elektrische Reize erkannt werden. Dieser Test ist besonders bei Diabetikern von großer Bedeutung.

Weiterlesen: Erektile Dysfunktion: Therapie

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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