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Epiglottitis (Kehldeckel­entzündung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. Mai 2015)

© Jupiterimages/Brand X Pictures

Eine Epiglottitis (Kehldeckelentzündung) tritt heutzutage immer seltener auf. Die bakterielle Erkrankung kann lebensbedrohlich sein – bei frühzeitiger Therapie heilt die Epiglottitis aber folgenlos aus. Eine Kehldeckelentzündung kommt vorwiegend bei Kindern im Vorschulalter vor, aber auch Erwachsene können daran erkranken.

Die Epiglottitis ist eine bakterielle Infektion des Kehldeckels (Epiglottis), die meist durch das Bakterium Haemophilus influenzae Typ B verursacht wird. Seltenere Erreger einer Epiglottitis sind Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) oder Staphylococcus aureus. Seitdem immer mehr Kinder gegen Haemophilus influenzae Typ B geimpft werden – eine von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Impfung für Säuglinge –, nimmt die Zahl der Erkrankungen ab.

Die Impfung gegen den Erreger der Epiglottitis bezeichnen Mediziner auch als Hib-Impfung. Der Name leitet sich vom Erregernamen Haemophilus influenzae Typ B ab.

Durch die entzündliche Schwellung des Kehldeckels, die bei einer Epiglottitis entsteht, verengen sich die Atemwege – und verschließen sich im schlimmsten Fall vollständig. Bei Verdacht auf eine Epiglottitis sollten Sie daher das Kind oder auch den Erwachsenen umgehend ins Krankenhaus bringen. Besteht Erstickungsgefahr, muss der Arzt intubieren, also künstlich Sauerstoff über einen Schlauch zuführen. Seltener ist es nötig, dass er einen Luftröhrenschnitt setzt (Tracheotomie), um für Atemluft zu sorgen.

Eine Entzündung des Kehldeckels äußert sich durch schnell zunehmende Atemnot. Kinder mit Epiglottitis weigern sich meistens, sich hinzulegen. Sie sitzen stattdessen vornübergebeugt und auf die Arme aufgestützt. Hinzu kommen starker Speichelfluss und hohes Fieber. Akute Atemnot kann auch viele andere Ursachen haben, etwa einen Fremdkörper im Hals oder eine andere Erkrankung wie Pseudokrupp. Haben Sie jedoch den Verdacht, dass eine Epiglottitis hinter den Beschwerden steckt, sollten Sie schnell handeln und einen Notarzt rufen beziehungsweise ins Krankenhaus fahren auch wenn sich am Ende möglicherweise herausstellt sollte, dass die Beschwerden mit einer anderen, harmloseren Ursache zusammenhängen.

Eine Epiglottitis, die rechtzeitig erkannt und mit Antibiotika behandelt wird, heilt in der Regel folgenlos aus.



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