Startseite > Krankheiten > Epiglottitis (Kehldeckelentzündung) > Therapie
Stand: 10. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Da es sich bei der Epiglottitis (Kehldeckelentzündung) um eine lebensbedrohliche Erkrankung handelt, wird die Untersuchung möglichst kurz gehalten und umgehend eine Therapie eingeleitet. Schon bei Verdacht auf eine Epiglottitis sollte daher ein Krankenhaus aufgesucht werden. Der Transport sollte möglichst kurz sein und aufrecht sitzend in (not-)ärztlicher Begleitung erfolgen. Beruhigungsmittel werden für gewöhnlich nicht verabreicht, da sie einen Atemstillstand bewirken können – daher sollte man mit anderen Mitteln versuchen, Aufregung zu vermeiden.
Bei einer Epiglottitis wird in der Regel ein Schlauch zur Beatmung eingeführt, um die Atemwege offen zu halten (Intubation). Das sollte möglichst frühzeitig erfolgen, da eine Intubation immer schwieriger wird, je zugeschwollener der Kehldeckel ist. Mögliche lebensrettende Alternativen sind dann ein Adrenalin-Spray, Beatmung sowie ein Luftröhrenschnitt (Tracheotomie) – diese Methoden kommen bei einer Epiglottitis aber selten zum Einsatz, da die Intubation meistens erfolgreich ist.
Wenn die akute Atemnot mithilfe der Intubation eingedämmt ist, wird die eigentliche Therapie eingeleitet, um die Epiglottitis zu bekämpfen. Das geschieht mithilfe von Antibiotika: bei Kindern für gewöhnlich mit dem Wirkstoff Cefotaxim, bei Erwachsenen mit Cefuroxim. Zusätzlich können Kortikosteroide eingesetzt werden, die die Entzündung hemmen und die Schwellung im Kehlkopfbereich vermindern.
Zusätzlich wird über die Vene (intravenös) Flüssigkeit verabreicht, um einem Flüssigkeitsmangel (der durch die Schluckbeschwerden besonders bei Kindern schnell auftreten kann) vorzubeugen beziehungsweise einen Flüssigkeitsmangel zu beheben.
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