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Embolie

Stand: 27. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Embolie entsteht, wenn ein mit dem Blutstrom verschleppter Pfropf (ein sog. Embolus: z.B. Blutgerinnsel oder Thrombus, Tumorteile, Fruchtwasser, Luft) ein Blutgefäß plötzlich verschließt.

Eine Embolie unterscheidet sich von einer Thrombose darin, dass

  • bei einer Thrombose ein Blutgerinnsel (Thrombus) direkt am Ort seines Entstehens zum Gefäßverschluss führt, während
  • die Embolie nicht am Ursprungsort des Embolus entsteht. Aus einem Thrombus kann sich allerdings ein Embolus entwickeln, wenn er sich von seinem Entstehungsort löst und der Blutstrom ihn verschleppt (sog. Thromboembolie).

Eine Embolie kann sowohl Venen oder Arterien betreffen als auch in beiden Blutgefäßen ihren Ursprung haben:

  • Stammt der Embolus aus dem linken Herzen oder einer großen Arterie, bezeichnet man den von ihm verursachten Gefäßverschluss als arterielle Embolie. Der Gefäßverschluss betrifft dann ein Gefäß zum Gehirn (Hirnembolie), zu Arm oder Bein oder zu den Eingeweiden (z.B. Darm, Nieren).
  • Hat der Embolus seinen Ursprung in einer Körpervene, entsteht daraus eine venöse Embolie – der Embolus verstopft dann eine Arterie in der Lunge ( Lungenembolie).
  • Die paradoxe Embolie ist ein Sonderfall: Hier stammt der Embolus aus einer Vene, gelangt aber nicht in den Lungenkreislauf, sondern über eine offene Verbindung zwischen beiden Herzvorhöfen in eine Arterie des Körperkreislaufs und verursacht dort einen Gefäßverschluss.

Am häufigsten hat eine Embolie in der Lunge ihre Ursachen in einer venösen Thrombose im Bein oder Becken. Unter bestimmten Umständen (z.B. bei Vorhofflimmern) können Blutgerinnsel (Thromben) auch im Herzen entstehen und nachfolgend eine Schlagader verschließen. Je nach betroffener Stelle kommt es zum Schlaganfall oder zur Unterversorgung eines Organs beziehungsweise einer Extremität. Ob sich eine Embolie durch bestimmte Symptome bemerkbar macht und welche Beschwerden sie auslöst, hängt vom betroffenen Blutgefäß ab.

Die Behandlung besteht vor allem bei einer Venenembolie darin, das Blutgerinnsel durch Heparin aufzulösen; eine arterielle Embolie kann eine Operation erforderlich machen. Vorbeugend kommen anschließend meist blutverdünnende Medikamente zum Einsatz.

Weiterlesen: Embolie: Definition

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