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Embolie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Januar 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Bei einer Embolie verschließt ein mit dem Blutstrom verschleppter Pfropf (sog. Embolus) plötzlich ein Blutgefäß. Die Folgen hängen vom betroffenen Gefäß ab: Während sich manche Embolien nicht bemerkbar machen, verursachen andere beispielsweise Schmerzen, Atemnot, Schlaganfälle oder Herzinfarkte.

Eine Embolie kann sowohl Venen oder Arterien betreffen als auch aus beiden Blutgefäßen stammen. Je nach Ursprung des Embolus unterscheidet man:

  • Arterielle Embolie: Der Embolus stammt aus dem linken Herzen oder einer großen Arterie und kann ein Gefäß zum Gehirn (Hirnembolie), zu Arm oder Bein oder zu den Eingeweiden (Darm, Nieren, Milz) verschließen.
  • Venöse Embolie: Der Embolus kommt aus einer Körpervene und kann eine Arterie in der Lunge verstopfen (sog. Lungenembolie).

Eine Embolie hat ihre Ursachen meistens in einem Blutgerinnsel, das sich von seinem Entstehungsort gelöst und über den Blutstrom fortbewegt hat (sog. Thromboembolie). Selten besteht der Embolus aus Teilen eines Tumors, Fruchtwasser oder Luft. Entsprechend erhöht sich das Risiko für Embolien nachweislich durch:

Die durch eine Embolie ausgelösten Symptome können sehr unterschiedlich sein. Je nachdem, welches Blutgefäß verstopft ist, kann ein kleiner Gefäßverschluss beschwerdefrei bleiben. In extremen Fällen jedoch kann eine Embolie:

  • im Arm oder Bein die Funktion der Gliedmaße dauerhaft einschränken oder sogar zu deren Verlust führen,
  • im Mesenterium (Darmgekröse) über einen Darminfarkt das Absterben des betroffenen Darmabschnitts bewirken,
  • in Nieren oder Milz ein akutes Versagen der Organfunktionen verursachen,
  • im Gehirn bei einem schweren Schlaganfall die Betroffenen zum Pflegefall machen sowie
  • in den Lungen- oder Herzkranzgefäßen zu Herzversagen führen.

Die Behandlung einer Embolie infolge einer Venenthrombose besteht vor allem darin, das Blutgerinnsel durch Heparin aufzulösen. Eine arterielle Embolie kann eine Operation nötig machen. Vorbeugend kommen anschließend meist blutverdünnende Medikamente zum Einsatz, etwa der Wirkstoff Phenprocoumon.

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