Embolie: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Januar 2016)

Prognose

Bei einer Embolie hängen Verlauf und Prognose vor allem davon ab, wo das verstopfte Gefäß liegt: Ein Embolus behindert den Blutstrom – die Folgen sind eine gestörte Funktion des minderdurchbluteten Organs oder absterbendes Gewebe. Nur wenn die betroffene Körperregion über gute Umgehungskreisläufe (sog. Kollateralen) verfügt, kann eine kleine Embolie ohne besondere Störung verlaufen.

Grundsätzlich kann jeder, der bereits eine Embolie durchgemacht hat, erneut eine Embolie bekommen. Wer ein erhöhtes Risiko für Embolien hat (z.B. durch Arteriosklerose, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht, hohes Lebensalter), sollte daher auf eine konsequente Embolieprophylaxe achten.

Komplikationen

Eine Embolie kann in ihrem Verlauf je nach Entstehungsort mit verschiedenen Komplikationen verbunden sein:

  • Eine Embolie im Arm oder Bein kann die Funktion der betroffenen Gliedmaße dauerhaft einschränken oder im Extremfall zu deren Verlust führen.
  • Kommt es infolge einer Embolie zu einem Nieren- oder Milzinfarkt, kann das betroffene Gewebe ebenfalls zugrunde gehen und das Organ in seiner Funktion versagen.
  • Auch bei einem Darminfarkt stirbt der betroffene Darmabschnitt ab – dann kann es schnell zur Blutvergiftung (Sepsis) kommen. Die einzige Lösung: den betroffenen Darmabschnitt großzügig zu entfernen, was ein Kurzdarmsyndrom zur Folge haben kann (d.h. fortdauernde starke Durchfälle; später sind auch Mangelerscheinungen aufgrund der beeinträchtigten Nährstoffausnutzung möglich).
  • Eine Hirnembolie kann aufgrund neurologischer Ausfälle, wie Lähmungen oder Sprachstörungen, den Verlust der Selbstständigkeit zur Folge haben und die Betroffenen zum Pflegefall machen oder in schweren Fällen tödlich verlaufen.
  • Eine Lungenembolie kann – ebenso wie ein Herzinfarkt infolge einer Embolie der Herzkranzgefäße – zum Tod führen.

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