Embolie: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Januar 2016)

Bei Verdacht auf eine Embolie erfasst der Arzt zunächst die Krankengeschichte – um beispielsweise abzuklären, ob ein erhöhtes Risiko für Embolien besteht, welche Medikamente man einnimmt, welche Beschwerden vorliegen und so weiter. Es folgt eine körperliche Untersuchung: Oft ergeben sich hier schon deutliche Hinweise für die Diagnose.

So kann zum Beispiel eine arterielle Embolie im Arm oder Bein dahinterstecken, wenn sich bei der Untersuchung – neben plötzlich aufgetretenen Schmerzen und blasser Haut – Temperaturunterschiede zur Gegenseite sowie der fehlenden Puls- und Gefäßgeräusche ergeben. Bestimmte Ultraschalluntersuchungen, wie die Dopplersonographie oder eine Gefäßdarstellung (Angiographie), können weitere diagnostische Hinweise liefern.

Hingegen kann der Arzt bei möglichen Anzeichen für eine Embolie in der Milz (wie heftige linksseitige Schmerzen im Bauch und in der Schulter) zunächst prüfen, ob beim Atmen Reibegeräusche im Milzbereich (sog. perisplenisches Reiben) zu hören sind und ob Druck auf den Bauch schmerzhaft ist: Beides spricht für einen Milzinfarkt, der sich ebenfalls mit Ultraschall nachweisen lässt.

Weisen die Symptome auf eine venöse Embolie (d.h. Lungenembolie) hin, stehen verschiedene bildgebende Verfahren zur Verfügung. Besonders zuverlässig, um in den Lungen eine Embolie nachzuweisen, sind eine nuklearmedizinische Untersuchung (sog. Lungenszintigraphie) und eine Angiographie der Lungenarterien.

Bei einer Embolie ist es ratsam, Thrombosen auszuschließen, da diese ein Risiko für weitere Embolien bedeuten.


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