Startseite > Krankheiten > Embolie > Definition
Stand: 27. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Embolie entsteht im höheren Alter mit zunehmender Häufigkeit. Frauen sind öfter betroffen als Männer. Bei Fettleibigkeit ist eine Embolie wahrscheinlicher als bei Normalgewicht.
Embolien treten mit größter Häufigkeit in den Arterien (Schlagadern) auf. Ein Embolus, der aus dem linken Herzen oder den großen Arterien stammt, gelangt in die Arterien des Körperkreislaufs und kann zu einer Embolie im Gehirn (60 Prozent), in den Gliedmaßen (30 Prozent) und in den Eingeweiden – wie Niere, Milz oder Darm – führen. Eine venöse Embolie ist wesentlich seltener. Liegt der Ursprung des Embolus in den Venen, so wandert er durch die Hohlvene über die rechte Herzhälfte in die Lungenschlagader (Lungenembolie). Einen Sonderfall bildet die gekreuzte beziehungsweise paradoxe Embolie: Besteht eine offene Verbindung zwischen beiden Herzvorhöfen, wie beispielsweise ein offenes Foramen ovale, kann ein venöser Embolus in eine Arterie des Körperkreislaufs gelangen.
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