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Forenexpertin: Dr. Anja Liekfeld
Forum Augenheilkunde
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Stand: 14. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein Ektropium (Auswärtskehrung des Augenlides) nimmt einen günstigen Verlauf mit für das Auge guter Prognose, wenn eine frühzeitige und ausreichende Behandlung erfolgt. Die Lidfehlstellung heilt dann, je nach Ursache, ohne Folgeschäden aus.
Unbehandelt führt die Auswärtskehrung des Augenlides im weiteren Verlauf zunehmend zu Beschwerden: Es entsteht eine chronische Bindehautentzündung (Konjunktivitis). Die dadurch trockenen, gereizten Augen beeinträchtigen das Wohlbefinden der Betroffenen stark. Da das auswärts gekehrte Augenlid nicht nur die Bindehaut nicht mehr schützen kann, sondern auch die Hornhaut (Kornea) nicht mehr befeuchtet, kann bei einem Ektropium im weiteren Verlauf neben der Bindehautentzündung eine Hornhautentzündung entstehen (Keratokonjunktivitis). Bleibt dies unbehandelt, kann die Hornhaut Schaden nehmen: Es können sich Narben bilden und die Hornhaut kann sich ablösen. Zu den möglichen Folgen gehören Schmerzen sowie ein stark eingeschränktes Sehvermögen bis hin zur Blindheit.
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