Ektropium (Auswärtskehrung des Augenlids): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Mai 2015)

Bei einem Ektropium hängt die Therapie von der Ursache der Lidfehlstellung ab: Handelt es sich bei der Auswärtskehrung des Augenlids um einen vorübergehenden Zustand, reichen zur Behandlung der Symptome Augentropfen oder -salben oder ein sogenannter Uhrglasverband aus. Mit diesen Maßnahmen können Sie das Auge vor Entzündungen schützen.

Meistens besteht ein Ektropium jedoch langfristig, wie beim häufigen altersbedingt  auswärts gekehrten Augenlid. In dem Fall kommt nur eine Operation infrage, um die Lidfehlstellung zu korrigieren. Auch wenn Ihr Augenlid nur in geringem Maß auswärts gekehrt ist, empfiehlt sich eine operative Augenlidstraffung. Dabei strafft der Operateur das erschlaffte Lid und fixiert es so, dass es wieder am Augapfel anliegt.

Wenn Sie ein mechanisches Ektropium haben, das durch einen Tumor entstanden ist, besteht die Therapie normalerweise darin, den Tumor nach Möglichkeit zu entfernen. Hat sich Ihr Augenlid wegen einer Lähmung eines Gesichtsnervs nach außen gekehrt (sog. paralytisches Ektropium), ist eine Lidstraffung nicht unbedingt nötig: Dann können Sie beziehungsweise Ihr Augenarzt vorerst abwarten, ob sich die Lähmung wieder zurückbildet. Dabei ist es ratsam, Ihr Auge zeitweise durch Salben und Tropfen feucht zu halten.

Hat das Ektropium eine chronische Bindehautentzündung verursacht, ist zudem eine Behandlung der betroffenen Augen mit entsprechenden Augentropfen oder Salben hilfreich.

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