Eisenspeicher­krankheit (Siderose): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. August 2015)

Bei einer Eisenspeicherkrankheit (Siderose) hängt der Verlauf in hohem Maß vom Zeitpunkt der Diagnose ab: Rechtzeitig erkannt und behandelt verläuft eine Eisenspeicherkrankheit günstig – Lebensqualität und Lebensdauer der Betroffenen sind nicht eingeschränkt. Bleibt jedoch der Eisenüberschuss ohne Behandlung länger bestehen, verringern sich Lebensqualität und Lebensdauer deutlich.

Komplikationen

Eine Eisenspeicherkrankheit (Siderose) kann je nach Ursache und Beginn der Behandlung im weiteren Verlauf zu verschiedenen Komplikationen führen: So entwickeln bei spätem Behandlungsbeginn etwa 70 Prozent der Betroffenen durch den lange bestehenden Überschuss an Eisen im Körper einen Diabetes mellitus und sehr viele eine Leberzirrhose. Auch Leberkrebs, Herzschwäche und Gelenkprobleme sind zu erwarten.

Dass sich bei der Siderose die Leber zirrhotisch verändert (also verhärtet und schrumpft), ist eine häufige Komplikation. In diesem Fall ist außerdem das Risiko, dass die Eisenspeicherkrankheit im weiteren Verlauf zu Leberkrebs führt, um das 200-Fache erhöht. Die Behandlung eines durch Eisenüberschuss entstandenen Diabetes mellitus ist oft kompliziert, da die Einstellung des Insulinbedarfs erschwert ist. Haben sich Leberzirrhose, Gelenkveränderungen oder Diabetes erst einmal entwickelt, so können sie sich nicht mehr zurückbilden – auch nicht bei regelmäßiger Blutabnahme durch Aderlass.


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