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Eisenspeicherkrankheit (Siderose)

Eisenspeicherkrankheit: Therapie

Stand: 28. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Eisenspeicherkrankheit (Siderose) richtet sich die Therapie nach der vorliegenden Form der Erkrankung. In jedem Fall zielt die Behandlung darauf ab, den Eisenüberschuss im Körper abzubauen.

Primäre Eisenspeicherkrankheit

Wenn Sie eine primäre Eisenspeicherkrankheit (Siderose) – wie die klassische erbliche (hereditäre) Hämochromatose – haben, zielt die Therapie darauf ab, das vom Körper gebildete Eisendepot wieder abzubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, kommt gegen jede primäre Eisenspeicherkrankheit eine sehr alte Methode der Blutabnahme zum Einsatz: der Aderlass. Bei dieser Behandlung nimmt der Arzt Ihnen anfangs ein- bis zweimal pro Woche etwa 500 Milliliter Blut ab. 1 bis 2 Aderlässe von je 500 Millilitern pro Woche können dem Körper etwa 250 Milligramm Eisen entziehen. Diese Aderlässe verträgt der menschliche Körper im Allgemeinen problemlos. Wenn die Konzentration des Eisenspeicherstoffs Ferritin weit genug abgesunken ist (<50 Nanogramm pro Liter), sind die Aderlässe nur noch etwa 4-mal im Jahr lebenslang nötig.

Wenn eine primäre Eisenspeicherkrankheit wie die erbliche Hämochromatose besteht, spielt bei der Therapie auch die Ernährung eine wichtige Rolle: Mithilfe einer eisenarmen Diät können Sie die von Ihrem Körper aufgenommene Eisenmenge (Eigenresorption) vermindern. Zudem ist es bei einer primären Eisenspeicherkrankheit ratsam, keinen Alkohol zu trinken.

Ob die gegen eine primäre Eisenspeicherkrankheit eingesetzte Behandlung erfolgreich ist, können Sie kontrollieren, indem Sie regelmäßig Ihre Eisenwerte bestimmen lassen. Hat sich der Gesamteisengehalt Ihres Körpers durch die Therapie wieder normalisiert, so sind lebenslang etwa 4 bis 6 Aderlässe pro Jahr erforderlich.

Voraussetzung dafür, dass es gelingt, eine primäre Eisenspeicherkrankheit erfolgreich zu behandeln, ist in der Regel eine rechtzeitige Diagnose. Unerkannt verursacht der Eisenüberschuss gesundheitliche Schäden: Zu den Folgen der erblichen Hämochromatose gehören Herzschäden, Gelenkschäden, Diabetes mellitus oder eine Leberzirrhose, die meist trotz intensiver Therapie nicht mehr zu beheben sind.

Weiterlesen: Eisenspeicherkrankheit: Therapie – Sekundäre Eisenspeicherkrankheit

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