Eisenspeicher­krankheit (Siderose): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. August 2015)

Bei der Eisenspeicherkrankheit (Siderose) erfolgt die Diagnose über Laboruntersuchungen, mit deren Hilfe man die Konzentration von Eisen im Blut ermitteln kann: Auch wenn die Eisenspeicherkrankheit noch keine deutlichen Symptome verursacht, kann sich ein Eisenüberschuss im Blut finden. Die folgenden Blutparameter sind bei Verdacht auf eine Eisenspeicherkrankheit wichtig:

  • Serumeisen, gebunden an das im Blutserum für den Transport des Eisens verantwortliche Eiweiß Transferrin
  • Ferritin (= Speicherstoff für Eisen in Leber, Milz und Knochenmark)
  • Transferrinsättigung (der Normalwert beträgt zwischen 15 und 45 Prozent Sättigung; eine Sättigung über 45 Prozent bei Frauen und über 50 Prozent bei Männern gilt als krankhaft)

Eine erbliche Eisenspeicherkrankheit (bzw. hereditäre Hämochromatose) nur anhand dieser Laborwerte sicher zu diagnostizieren, ist jedoch nicht möglich. Daher sind bei einer Eisenspeicherkrankheit zur Diagnose weitere Untersuchungen hilfreich, um festzustellen, ob es sich um eine hereditäre Hämochromatose handelt: Als Diagnostik bieten sich dann ein Gentest (um die verantwortliche Veränderung an der Erbanlage nachzuweisen) und eventuell eine Leberbiopsie an.



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