Eisenspeicher­krankheit (Siderose): Eisen im Körper

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. August 2015)

Bei der Eisenspeicherkrankheit (Siderose) befindet sich zu viel Eisen im Körper. Das Eisen stammt aus der Nahrung, aus der es der Körper teilweise über die Darmschleimhaut aufnimmt. Die Höhe der Eisenaufnahme (sog. Eisenresorption) richtet sich beim gesunden Menschen nach der derzeit im Körper vorhandenen Eisenmenge: Normalerweise nimmt der Organismus täglich ein bis zwei Milligramm Eisen auf. Dabei gelangt das Eisen vom Darm aus über das Blut in verschiedene Organe und lagert sich dort ab. Im Blut ist Eisen nötig, um den roten Blutfarbstoff Hämoglobin zu bilden, der Sauerstoff zu den Zellen transportiert. Der Eisengesamtwert beträgt bei gesunden Erwachsenen 3 bis 5 Gramm. Dieses Eisen verteilt sich im Körper wie folgt:

  • Hämoglobin = etwa 65 Prozent der Gesamtmenge
  • Eisenreserven in Leber, Milz und Knochenmark als Ferritin = etwa 27 Prozent
  • Myoglobin = etwa 3,5 Prozent
  • Serumeisen gebunden am Transferrin = etwa 2,2 Prozent
  • eisenhaltige Enzyme = 0,2 Prozent

Transferrin ist ein Eiweiß (Glykoprotein), das im Blutserum für den Transport von Eisen verantwortlich ist. Im Körper gesunder Menschen ist die maximale Eisenaufnahmekapazität des Transferrins nur zu etwa 30 Prozent ausgeschöpft. Bei der Eisenspeicherkrankheit ist die Sättigung auf über 50 Prozent bei Frauen und 60 Prozent bei Männern erhöht. Die aktuelle Bindungskapazität des Transferrins ist bei einer Siderose Teil der Labordiagnostik.


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