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Forenexperte: Dirk Glöckner
Forum Gynäkologie
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Stand: 27. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft endet im weiteren Verlauf häufig mit einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch (Fehlgeburt), da sich der Embryo außerhalb der Gebärmutter oft nicht ausreichend entwickelt. Dies kann von der Frau unbemerkt bleiben. Zu einem natürlichen Abbruch kann es auch noch im fortgeschrittenen Stadium von Eileiterschwangerschaften oder Bauchhöhlenschwangerschaften kommen.
Gelingt es, eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft im frühem Verlauf zu erkennen und zu behandeln, ist die Prognose gut: Eine frühzeitig gestellte Diagnose kann dazu beitragen, einen größeren Blutverlust und andere lebensbedrohliche Komplikationen bei der Betroffenen zu vermeiden. Außerdem ist es bei einem frühen Eingriff möglich, so zu operieren, dass der Eileiter erhalten bleibt, was besonders für Frauen mit fortbestehendem Kinderwunsch wichtig ist.
Wenn sich bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft im weiteren Verlauf kein natürlicher Schwangerschaftsabbruch einstellt und die Eizelle außerhalb der Gebärmutter weiterwächst, können sich Komplikationen (wie ein Eileiterriss) entwickeln: Dann kann es innerhalb kurzer Zeit zu lebensbedrohlichen Blutungen in die Bauchhöhle, Schock und Kreislaufzusammenbruch kommen. Die Überlebensrate ist mit 99,9 Prozent jedoch hoch – dies bedeutet, dass von 1.000 Betroffenen 999 diese Komplikation überstehen.
Bei einer Eileiterschwangerschaft, die durch eine veränderte Eileiterfunktion bedingt ist, sind weitere Komplikationen möglich: Dann kommt es oft zu wiederholten Eileiterschwangerschaften und zu Unfruchtbarkeit. Bei den meisten Frauen (85%), die von einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (sog. extrauterine Schwangerschaft) betroffen sind, kommt es jedoch anschließend nicht erneut zu einer extrauterinen Schwangerschaft.
Bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft ist eine Nachsorge sinnvoll, da die Schwangerschaft beziehungsweise der Schwangerschaftsabbruch neben den organbezogenen Problemen auch eine psychische Belastung, körperliche Symptome und hormonelle Schwankungen verursacht. Bei vielen Frauen machen sich noch monatelang nach der erfolgreich beendeten extrauterinen Schwangerschaft die Folgen der hormonellen Umstellung bemerkbar.
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