Eileiter­schwangerschaft, Bauchhöhlen­schwangerschaft: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Februar 2016)

Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kann einen unauffälligen Verlauf nehmen und so von der Frau unbemerkt bleiben: Oft endet eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (sog. extrauterine Schwangerschaft) mit einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch (Fehlgeburt), da sich der Embryo nicht ausreichend entwickelt. Zu einem natürlichen Abbruch kann es auch noch im fortgeschrittenen Stadium von Eileiterschwangerschaften oder Bauchhöhlenschwangerschaften kommen.

Prognose

Wenn es gelingt, eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft früh zu erkennen und zu behandeln, ist die Prognose gut: Bei einem frühen Eingriff ist es möglich, so zu operieren, dass der Eileiter erhalten bleibt, was besonders für Frauen mit fortbestehendem Kinderwunsch wichtig ist. Zudem trägt eine frühzeitig gestellte Diagnose und die daraus folgende Therapie dazu bei, Komplikationen wie eine Blutung zu vermeiden.

Komplikationen

Wenn es bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft nicht zu einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch kommt und die Eizelle außerhalb der Gebärmutter weiterwächst, können sich verschiedene Komplikationen entwickeln. So kann es (z.B. durch einen Eileiterriss) innerhalb kurzer Zeit zu lebensbedrohlichen Blutungen in die Bauchhöhle, Schock und Kreislaufzusammenbruch kommen. Von 1.000 Frauen, die eine solche Blutung erleiden, überleben 99,9 Prozent.

Bei einer Eileiterschwangerschaft, die durch eine veränderte Eileiterfunktion bedingt ist, sind weitere Komplikationen möglich: Dann kommt es oft zu wiederholten Eileiterschwangerschaften und zu Unfruchtbarkeit. Bei 85 von 100 Frauen, die von einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (sog. extrauterine Schwangerschaft) betroffen sind, kommt es jedoch anschließend nicht erneut zu einer extrauterinen Schwangerschaft.

Nachsorge

Bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft ist eine Nachsorge sinnvoll, da die Schwangerschaft beziehungsweise der Schwangerschaftsabbruch neben den organbezogenen Problemen auch eine psychische Belastung, körperliche Symptome und hormonelle Schwankungen verursacht. Bei vielen Frauen machen sich noch monatelang nach der erfolgreich beendeten extrauterinen Schwangerschaft die Folgen der hormonellen Umstellung bemerkbar.


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