Eileiter­schwangerschaft, Bauchhöhlen­schwangerschaft: Was sind die Ursachen?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Februar 2016)

Für die Eileiterschwangerschaft und Bauchhöhlenschwangerschaft kommen unterschiedliche Ursachen infrage. Mehr als jede zweite Eileiterschwangerschaft entsteht aufgrund einer Störung des Eizellentransports im Eileiter. Diese Störung kann anatomisch oder funktionell bedingt sein:

  • Anatomische Ursachen: Einer Eileiterschwangerschaft können mechanische Hindernisse zugrunde liegen, die zum Beispiel durch einen verklebten oder abgeknickten Eileiter oder aufgrund von Verwachsungen um den Eileiter herum entstehen können. Verwachsungen engen die Weite des Eileiters ein und machen ihn für den Eitransport unpassierbar. Die Durchgängigkeit des Eileiters kann auch durch Eileiterpolypen erschwert sein. Anlagebedingt können sackartige Höhlen in der Eileiterwand als angeborene Besonderheit oder auch infektionsbedingte Verengungen eine "Eifalle" darstellen. Solche Eileiterinfektionen treten häufiger bei Frauen auf, die die Spirale (Intrauterinpessar) verwenden. Auch nach Schwangerschaftsabbrüchen oder Fehlgeburten kann eine Eileiterschwangerschaft entstehen.
  • Funktionelle Ursachen: Wenn die Eileiterschwangerschaft keine anatomischen Ursachen hat, kann eine gestörte Eileiterfunktion der Grund für eine Einnistung am falschen Ort sein. Zu den Eileiterfunktionsstörungen zählen eine eingeschränkte Beweglichkeit, eine Muskelschwäche oder ein mangelhafter Zilienbesatz im Eileiter. Zilien sind haarähnliche Strukturen, die die Eizelle normalerweise durch Flimmerbewegungen zur Gebärmutter transportieren.

Bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft ist es dem Eileitertrichter nicht gelungen, die befruchtete Eizelle aufzufangen.

Risikofaktoren

Für eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft gibt es mehrere Risikofaktoren:


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