Eileiter­schwangerschaft, Bauchhöhlen­schwangerschaft: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Februar 2016)

Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft macht eine Therapie notwendig, wenn sie nicht von selbst mit einer Fehlgeburt endet. Die Behandlung besteht darin, die außerhalb der Gebärmutter ablaufende Schwangerschaft zu beenden: entweder durch eine Operation (mit dem Ziel, die fehlerhaft eingenistete Eizelle zu entfernen) oder durch Medikamente.

Wenn eine Operation zum Einsatz kommt, stellt sich – im Gegensatz zur Bauchhöhlenschwangerschaft – bei der Eileiterschwangerschaft die Frage, ob bei der Behandlung der betroffene Eileiter zu entfernen ist oder erhalten bleiben kann. Dies hängt davon ab,

  • auf welche Art Ihr Eileiter verändert ist,
  • ob Sie weiterhin schwanger werden möchten und
  • wie Ihr Allgemeinbefinden ist.

In den meisten Fällen ist bei einer Eileiterschwangerschaft eine schonende operative Behandlung per Bauchspiegelung (Laparoskopie) möglich – auch wenn der Eileiter nicht erhalten bleiben soll. Wenn Ihr Eileiter gerissen ist (sog. Eileiterruptur) und dadurch die Eileiterwand stark zerstört ist, ist es wahrscheinlich unumgänglich, den Eileiter zu entfernen.

Bei einer den Eileiter erhaltenden Operation eröffnet der Operateur bei der Bauchspiegelung den Eileiter, entfernt das falsch eingenistete Ei und verschließt danach die Eileiterwand wieder. Liefert die Bauchspiegelung kein eindeutiges Ergebnis oder blutet es stark in die Bauchhöhle, ist eine offene Operation mit einem größeren Hautschnitt (Laparotomie) notwendig.

Wenn es gelingt, die Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft frühzeitig zu erkennen, ist manchmal eine Behandlung durch Medikamente möglich: Hierbei verabreicht der Arzt Ihnen das Medikament Methotrexat (z.B. als Infusion über eine Vene), um die Schwangerschaft zu beenden. Methotrexat ist ein Zellgift, welches das Wachstum der Eizelle hemmt. Dadurch stirbt das befruchtete Ei ab und wird abgestoßen. Ob das Medikament wirkt, kann der Arzt überprüfen, indem er das Schwangerschaftshormon HCG bestimmt.

Voraussetzung für die medikamentöse Therapie einer Extrauteringravidität ist zum Beispiel, dass

  • Sie beschwerdefrei sind oder zumindest nur leichte Beschwerden haben,
  • Ihr Blutbild, Ihre Leberwerte und Ihre Nierenfunktion normal sind,
  • Sie weiterhin einen Kinderwunsch haben und
  • beim Embryo keine Herztätigkeit vorliegt.

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