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Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft

Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Symptome

Stand: 27. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kann anfangs ähnliche Symptome zeigen wie eine normale Schwangerschaft: Zu Beginn entwickelt sich die Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (sog. extrauterine Schwangerschaft bzw. Extrauteringravidität) normal; die schwangeren Frauen bemerken sie oft nur durch

Je nachdem, wo sich die Eizelle ansiedelt und wie lange die Extrauteringravidität besteht, entwickeln sich die Symptome unterschiedlich. Die Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft können intensiv und plötzlich auftreten, aber auch langsam zunehmen, so zum Beispiel als einseitiges dumpfes Druckgefühl oder Ziehen im Unterbauch. Die Beschwerden können denen einer Nierenbeckenentzündung, einer Blinddarmentzündung oder einer Eileiter- und Eierstockentzündung (Adnexitis) ähneln. Manchmal kommt es zu Kreislaufbeschwerden mit Blässe, Kurzatmigkeit, rasendem Puls, Übelkeit und Erbrechen. Außerdem ist eine leichte Temperaturerhöhung möglich. Wenn die Monatsblutung ausbleibt oder als Schmier- oder Dauerblutung unterschiedlicher Intensität auftritt, verkennen die Betroffenen dies häufig als Zyklusstörung.

Bei der Eileiterschwangerschaft ist am Anfang trotz des nicht optimalen Fruchtbetts eine ungestörte Keimentwicklung möglich. In der Mehrzahl der Fälle endet eine Eileiterschwangerschaft vor Ende des dritten Schwangerschaftsmonats durch den Fruchttod, da nicht genügend Platz zur Verfügung steht und der Embryo unzureichend versorgt ist. Die Fruchtkapsel platzt und Plazenta sowie Fruchtsack lösen sich von der Eileiterwand. Dabei kommt es zur Blutung und zum Abgang des Ungeborenen.

Diese Fehlgeburt bei der Eileiterschwangerschaft kann auch durch Reißen der Eileiterwand (Eileiterruptur) in die freie Bauchhöhle erfolgen und zu lebensbedrohlichen Blutungen führen. Der Eileiterriss stellt eine schwerwiegende Komplikation der Eileiterschwangerschaft dar; Symptome hierfür sind akute und intensive Schmerzen im Unterbauch. Der Bauch ist oft gespannt und bei Berührung sehr schmerzempfindlich. Die wehenartigen Unterbauchschmerzen können mit Schwächezuständen und Ohnmachtsanfällen sowie Schmerzen im Oberbauch und ausstrahlendem Rückenschmerz verbunden sein. Es kann sich eine lebensgefährliche Schocksymptomatik entwickeln. Diese Symptome machen eine schnelle ärztliche Hilfe erforderlich. Nicht selten ist die Eileiterschwangerschaft bis zu diesem Zeitpunkt unbemerkt geblieben.

Da bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft anfangs weniger Platzprobleme herrschen als bei der Eileiterschwangerschaft, sind die auftretenden Symptome wenig kennzeichnend. Doch in der Regel endet auch diese Form der Extrauteringravidität infolge der unzureichenden Versorgung des Embryos frühzeitig.

Weiterlesen: Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Diagnose

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