Eileiter­schwangerschaft, Bauchhöhlen­schwangerschaft: Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Februar 2016)

Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kann anfangs ähnliche Symptome hervorrufen wie eine normale Schwangerschaft:

Je nachdem, wo sich die Eizelle ansiedelt und wie lange die Extrauteringravidität besteht, entwickeln sich die Symptome unterschiedlich. Die Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft können intensiv und plötzlich auftreten, aber auch langsam zunehmen, so zum Beispiel als einseitiges dumpfes Druckgefühl oder Ziehen im Unterbauch.

Die Beschwerden können denen einer Nierenbeckenentzündung, einer Blinddarmentzündung oder einer Eileiter- und Eierstockentzündung (Adnexitis) ähneln. Manchmal kommt es bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft zu Kreislaufbeschwerden: Symptome hierfür sind Blässe, Kurzatmigkeit, rasender Puls, Übelkeit und Erbrechen. Außerdem ist eine leichte Temperaturerhöhung möglich.

Wenn die Monatsblutung ausbleibt oder als Schmier- oder Dauerblutung unterschiedlicher Intensität auftritt, erkennen die Betroffenen dies häufig nicht als Anzeichen für eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft, sondern halten es für eine Zyklusstörung.

Bei der Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität) kann sich der Embryo vorerst trotz der im Vergleich zur Entwicklung in der Gebärmutter widrigen Umstände recht ungestört entwickeln. In der Mehrzahl der Fälle endet eine Eileiterschwangerschaft allerdings vor Ende des dritten Schwangerschaftsmonats durch den Fruchttod, da nicht genügend Platz zur Verfügung steht und der Embryo unzureichend versorgt ist. Die Fruchtkapsel platzt und Plazenta sowie Fruchtsack lösen sich von der Eileiterwand. Dabei kommt es zur Blutung und zum Abgang des Ungeborenen. Hat die Eileiterschwangerschaft bis dahin keine auffälligen Symptome verursacht, kann sie ganz unerkannt bleiben.

Die Fehlgeburt bei der Eileiterschwangerschaft kann aber auch durch Reißen der Eileiterwand (sog. Eileiterruptur) in die freie Bauchhöhle geschehen und zu lebensbedrohlichen Blutungen führen. Dieser Eileiterriss stellt eine schwerwiegende Komplikation der Eileiterschwangerschaft dar – Symptome hierfür sind akute und intensive Schmerzen im Unterbauch. Der Bauch ist oft gespannt und bei Berührung sehr schmerzempfindlich. Die wehenartigen Unterbauchschmerzen können mit Schwächezuständen und Ohnmachtsanfällen sowie Schmerzen im Oberbauch und ausstrahlendem Rückenschmerz verbunden sein. Es kann sich eine lebensgefährliche Schocksymptomatik entwickeln. Diese Symptome machen eine schnelle ärztliche Hilfe erforderlich. Nicht selten ist die Eileiterschwangerschaft bis zu diesem Zeitpunkt unbemerkt geblieben.

Da bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft anfangs weniger Platzprobleme herrschen als bei der Eileiterschwangerschaft, finden sich meist keine oder wenig charakteristische Symptome. In der Regel endet aber auch diese Form der Extrauteringravidität infolge der unzureichenden Versorgung des Embryos frühzeitig.


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