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Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft

Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Diagnose

Stand: 27. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kommen zur Diagnose verschiedene Untersuchungen zum Einsatz:

Wichtige Hinweise auf eine mögliche Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (sog. extrauterine Schwangerschaft bzw. Extrauteringravidität) entwickelt liefern Angaben zu Monatsblutung, Beschwerdesymptomatik, früheren Fehlgeburten, Sterilitätsbehandlung, vorausgegangenen Unterleibsentzündungen und Verhütungsmethoden. Der typische seitenbetonte Schmerz in Kombination mit einer Gebärmutterblutung ist so charakteristisch, dass sich schnell die Verdachtsdiagnose einer Eileiterschwangerschaft ergibt. Bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft erfolgt die Diagnose oft erst spät, da Symptome lange fehlen oder nur leicht ausgeprägte, krampfartige Schmerzen im Unterbauch auftreten.

Die Verdachtsdiagnose einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft können ein Schwangerschaftstest, eine gynäkologische Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs weiter bestätigen. Eine leere Gebärmutter ist bei positivem Schwangerschaftstest und ausbleibendem Anstieg des Schwangerschaftshormons im Blut (HCG) typisch für eine extrauterine Schwangerschaft. Bei einer Eileiterschwangerschaft ist ab der sechsten Schwangerschaftswoche manchmal mithilfe einer Ultraschalluntersuchung über die Scheide die Fruchtanlage im Eileiter zu sehen.

Wenn die Symptome stark sind und durch die geschilderten Untersuchungen keine sichere Diagnose der Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft möglich ist, ist eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) erforderlich, um den Einnistungsort zu finden. Eine Bauchspiegelung erfolgt unter Vollnarkose. Über kleine Schnitte im Bereich des Bauchnabels und an der Schambeingrenze bringt der Arzt ein Endoskop mit einer Optik und entsprechenden Arbeitsinstrumenten ein.

Wenn keine Beschwerden oder nur leichte Schmerzen im Unterleib bestehen und bei der Diagnose keine Blutung in der Bauchhöhle zu sehen ist, ist es möglich, vor Beginn einer Therapie ein paar Tage abzuwarten. Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft endet in dem meisten Fällen von selbst, ohne dass eine weitere Behandlung notwendig ist.

Weiterlesen: Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Therapie

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