Eileiter­schwangerschaft, Bauchhöhlen­schwangerschaft: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Februar 2016)

Bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kommen zur Diagnose verschiedene Untersuchungen zum Einsatz:

Wichtige Hinweise auf eine mögliche Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (sog. extrauterine Schwangerschaft bzw. Extrauteringravidität) liefern Angaben zu

Bei der Eileiterschwangerschaft ist der typische seitenbetonte Schmerz in Kombination mit einer Gebärmutterblutung so charakteristisch, dass sich schnell die Verdachtsdiagnose ergibt. Bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft erfolgt die Diagnose oft erst spät, da Symptome lange fehlen oder nur leicht ausgeprägte, krampfartige Schmerzen im Unterbauch auftreten.

Bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft sind ein Schwangerschaftstest, eine gynäkologische Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs hilfreich, um die erste Diagnose zu bestätigen: Eine leere Gebärmutter ist bei positivem Schwangerschaftstest und langsamem bis fehlendem Anstieg des Schwangerschaftshormons im Blut (HCG) typisch für eine extrauterine Schwangerschaft. Manchmal ist bei einer Eileiterschwangerschaft ab der sechsten Schwangerschaftswoche mithilfe einer Ultraschalluntersuchung über die Scheide auch die Fruchtanlage im Eileiter zu sehen.

Wenn die Symptome der Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft stark sind und die ersten Untersuchungen keine sichere Diagnose ermöglicht haben, ist eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) erforderlich, um den Einnistungsort zu finden. Eine Bauchspiegelung erfolgt unter Vollnarkose. Über kleine Schnitte im Bereich des Bauchnabels und an der Schambeingrenze bringt der Arzt ein Endoskop mit einer Optik und entsprechenden Arbeitsinstrumenten ein.

Wenn die Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft keine Beschwerden oder nur leichte Schmerzen im Unterleib verursacht und die Diagnose keine Blutung in der Bauchhöhle ergibt, ist es möglich, vor Beginn einer Behandlung ein paar Tage abzuwarten. Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft endet in dem meisten Fällen von selbst, ohne dass eine weitere Behandlung notwendig ist.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst