Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft

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Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Definition

(Stand: 26. November 2009)

Die Eileiterschwangerschaft entwickelt sich wie die Bauchhöhlenschwangerschaft außerhalb der Gebärmutter – der Fachbegriff hierfür lautet extrauterine Schwangerschaft oder auch extrauterine Gravidität (lat.: extra = außerhalb, uterus = Gebärmutter, graviditas = Schwangerschaft).

Jede Schwangerschaft beginnt außerhalb der Gebärmutter mit der Befruchtung des Eis im Eileiter: Ort der Befruchtung ist normalerweise der Eileitertrichter. Einige Tage nach der Befruchtung findet die Einnistung statt: Das Ei wandert durch den Eileiter in die Gebärmutter, wo es sich – unter normalen Bedingungen – einnistet. Findet die Einnistung jedoch in der Schleimhaut des Eileiters oder an anderer Stelle statt, entsteht eine extrauterine Schwangerschaft. Die Eizelle kann sich an unterschiedlichen Orten außerhalb der Gebärhöhle einnisten, wie zum Beispiel bei der Eileiterschwangerschaft in den Eileitern, aber auch in den Eierstöcken, dem Gebärmutterhals und der Bauchhöhle. Die Bezeichnung für eine derartige Schwangerschaft leitet sich vom Ort der Einnistung ab. Der Ausdruck Bauchhöhlenschwangerschaft trifft nur dann zu, wenn sich die Eizelle in der Bauchhöhle einnistet, was sehr selten ist. Die Eileiterschwangerschaft tritt dagegen häufiger auf.

Der Embryo entwickelt sich außerhalb der Gebärmutter häufig nicht ausreichend, da er von der hierfür nicht vorgesehenen Schleimhaut zu wenige Nährstoffe erhält und zunehmend unterversorgt wird. Daher kommt es bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft häufig zu einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch (Fehlgeburt). Ein natürlicher Abbruch kann auch noch im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft stattfinden.

Weiterlesen: Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Definition – Häufigkeit

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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