Eileiter­schwangerschaft, Bauchhöhlen­schwangerschaft: Was ist das?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Februar 2016)

Die Eileiterschwangerschaft ist wie die Bauchhöhlenschwangerschaft eine Schwangerschaft, die sich außerhalb der Gebärmutter entwickelt – der Fachbegriff hierfür lautet

  • ektope Schwangerschaft (von griech.: ektos = außen, topos = Ort) oder auch
  • extrauterine Schwangerschaft beziehungsweise
  • Extrauteringravidität (von lat.: extra = außerhalb, uterus = Gebärmutter, graviditas = Schwangerschaft).

Jede Schwangerschaft beginnt außerhalb der Gebärmutter mit der Befruchtung der Eizelle im Eileiter: Ort der Befruchtung ist normalerweise der Eileitertrichter. Einige Tage nach der Befruchtung findet die Einnistung statt: Die Eizelle wandert durch den Eileiter in die Gebärmutter, wo es sich – unter normalen Bedingungen – einnistet. Findet die Einnistung jedoch in der Schleimhaut des Eileiters oder an anderer Stelle statt, entsteht eine Extrauteringravidität.

Die Eizelle kann sich an unterschiedlichen Orten außerhalb der Gebärhöhle einnisten, wie zum Beispiel bei der Eileiterschwangerschaft in den Eileitern, aber auch in den Eierstöcken, dem Gebärmutterhals und der Bauchhöhle. Die Bezeichnung für eine derartige Schwangerschaft leitet sich vom Ort der Einnistung ab. Der Ausdruck Bauchhöhlenschwangerschaft (Abdominalgravidität) trifft nur dann zu, wenn sich die Eizelle in der Bauchhöhle einnistet, was sehr selten ist. Die Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität) tritt dagegen häufiger auf.

Der Embryo entwickelt sich außerhalb der Gebärmutter häufig nicht ausreichend, da er von der hierfür nicht vorgesehenen Schleimhaut zu wenige Nährstoffe erhält und zunehmend unterversorgt ist. Daher kommt es bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft häufig zu einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch (Fehlgeburt). Ein natürlicher Abbruch kann auch noch im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft stattfinden.

Häufigkeit

Es lassen sich keine genauen Angaben über die Häufigkeit der Eileiterschwangerschaft oder der Bauchhöhlenschwangerschaft machen. Bei Eileiterschwangerschaften und Bauchhöhlenschwangerschaften sterben viele Embryonen frühzeitig ab und bleiben von der Frau unbemerkt. Auf 100 normale Schwangerschaften kommen wahrscheinlich etwa 1 bis 2 Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter.

Die häufigste Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (sog. extrauterine Schwangerschaft bzw. Extrauteringravidität) ist die Eileiterschwangerschaft: Von 100 Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter entstehen 99 im Eileiter. Die Bauchhöhlenschwangerschaft und andere Formen der extrauterinen Schwangerschaft sind sehr selten. Die möglichen Einnistungsorte (nach absteigender Häufigkeit sortiert) sind:

  • der ampulläre Teil des Eileiters
  • die Eileiterenge
  • der an die Gebärmutter angrenzende Eileiterwinkel
  • der Eierstock
  • die Bauchhöhle (z.B. Dünndarm)

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