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Eierstockzyste (Ovarialzyste)

Eierstockzyste (Ovarialzyste): Diagnose

Stand: 26. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer großen Eierstockzyste (Ovarialzyste) kann der Arzt die Diagnose bereits durch die vaginale Tastuntersuchung bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung stellen. Bei einer kleinen Zyste ist das Ertasten häufig nicht möglich. Um sie sichtbar zu machen, führt der Gynäkologe eine ergänzende Ultraschalluntersuchung über die Bauchdecke (Abdomensonographie) oder über die Vagina (Vaginalsonographie) durch. Der Ultraschall ermöglicht zusätzlich, zwischen einzelnen Zystentypen zu unterscheiden.

Die Vorgeschichte sowie die Beschwerden der Patientin, ihr Alter, der Tastbefund und das typische Aussehen der Eierstockzyste im Ultraschall erlauben Rückschlüsse darauf, um welchen Zystentyp es sich handeln könnte.

Ergeben sich aus dem Ultraschallbild Hinweise auf eine Dermoidzyste, prüft der Arzt in einer anschließenden Operation, ob es sich tatsächlich um dies Form der Eierstockzyste handelt.

Zyklisch auftretende Schmerzen und Blutungsstörungen bei jüngeren Frauen weisen in erster Linie auf funktionelle Zysten hin. Hier ist eine Operation meist nicht notwendig, da sie sich meist spontan zurückbilden. Bei Kontrolluntersuchungen sind sie oft nicht mehr nachweisbar. Lassen Symptome und Ultraschallbefund auf eine Endometriosezyste schließen, führt der Arzt eine Bauchspiegelung (Laparaskopie) durch. Dabei begutachtet er die Eierstöcke und entnimmt Gewebeproben aus der Eierstockzyste, um die Diagnose zu sichern. Teilweise entfernt er schon während der Bauchspiegelung die Zyste laparoskopisch. Im Anschluss an den Eingriff erfolgt meist eine gezielte hormonelle Therapie.

Insbesondere bei älteren Frauen in oder nach den Wechseljahren ist es wichtig, eine im Ultraschallbild sichtbare Ovarialzyste weiter abzuklären, um einen bösartigen Tumor auszuschließen. Um bei einer Eierstockzyste die Diagnose zu stellen und Eierstockkrebs auszuschließen, kommt bei Frauen nach der Menopause auch eine Blutuntersuchung zum Einsatz. Findet der Arzt dabei erhöhte Spiegel des Tumormarkers CA 125 im Blut, führt der Arzt eine Operation durch um zu klären, ob es sich bei der zystischen Veränderung möglicherweise um einen Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) handelt. Der Tumormarker CA 125 kann allerdings auch bei anderen, gutartigen Tumoren am Eierstock sowie bei der Endometriose oder einer Eierstockentzündung erhöht sein.

Weiterlesen: Eierstockzyste (Ovarialzyste): Therapie

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