Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. April 2016)

Bei Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) besteht die Therapie im Wesentlichen aus zwei Verfahren: Operation und Chemotherapie. Die Wahl der Behandlung ist in erster Linie vom Tumorstadium abhängig. Bei der Mehrzahl der Patientinnen wird die Operation mit einer anschließenden Chemotherapie kombiniert.

Operation

Beim Ovarialkarzinom hängt die Prognose entscheidend davon ab, ob der Tumor komplett entfernt werden konnte. Die Operateure entnehmen daher in der Regel

  • beide Eierstöcke,
  • Gebärmutter,
  • Eileiter,
  • das sogenannte große Netz, einen Teil des Bauchfells,
  • den Blinddarm (bzw. Wurmfortsatz) sowie
  • nahegelegene Lymphknoten im Bereich des Beckens.

Abweichungen von dieser Operation kommen in Ausnahmefällen wie sehr frühem Erkrankungsstadium oder eindeutig einseitigem Tumorbefall infrage. Neben der möglichst vollständigen Entfernung des Tumors verfolgt die Operation auch diagnostische Ziele: So kann der Arzt Gewebeproben aus verdächtigen, vergrößerten Lymphknoten entnehmen und den gesamten Bauchraum systematisch nach Metastasen absuchen..

Chemotherapie

Eierstockkrebs reagiert empfindlich auf eine Therapie mit Zytostatika – das sind Medikamente, die im Rahmen einer Chemotherapie eingesetzt werden, um Krebszellen abzutöten. Die Chemotherapie ist also beim Ovarialkarzinom ein geeignetes Verfahren, um nach der Operation Tumorreste und Metastasen zu behandeln.

Am wirksamsten sind bei Eierstockkrebs platinhaltige Substanzen wie Carboplatin, die in Kombination mit anderen Wirkstoffen wie Paclitaxel verabreicht werden.

In manchen Fällen können zusätzliche Medikamente (z.B. Bevacizumab) die Ergebnisse einer Chemotherapie verbessern: Sie stören gezielt bestimmte Eigenschaften des Tumors und können so zum Beispiel verhindern, dass der Tumor vermehrt neue Blutgefäße bildet. Die Krebszellen werden dann schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das kann das Tumorwachstum bremsen und verzögern, dass der Tumor streut. Mediziner sprechen bei diesen neueren Behandlungsansätzen von einer sogenannten "zielgerichteten Therapie".


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