Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. April 2016)

Bei Verdacht auf Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist eine rasche Diagnose nötig. Dazu muss der Arzt die betroffene Patientin zunächst gründlich untersuchen. Dabei tastet er die Bauchdecke und die weiblichen Geschlechtsorgane sorgfältig nach möglichen Tumoren ab.

Eine wichtige Rolle bei der Diagnose von Eierstockkrebs spielt die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Bauchregion und der Scheide. Die Sonographie gibt außerdem Aufschluss über die Größe, Lage und grobe Beschaffenheit entdeckter Krebsgeschwulste. Weitere Erkenntnisse liefern eine Computer- und Magnetresonanztomographie. Mithilfe dieser Untersuchungsmethoden kann der Mediziner auch Metastasen im Bauch- oder Brustraum entdecken.

Mit letzter Sicherheit kann die Diagnose "Eierstockkrebs" jedoch nur im Rahmen einer Operation gestellt werden. Ein Pathologe untersucht das entnommene Gewebe dazu unter dem Mikroskop. Dabei kann er bösartige Krebszellen von gesunden Zellen unterscheiden.

Vor Beginn einer Therapie werden im Blut spezielle Zellproteine bestimmt – sogenannte Tumormarker. Die Tumormarker sind beim Ovarialkarzinom weniger für die Diagnose von Bedeutung, sondern dienen vielmehr der Kontrolle des Krankheitsverlaufs. Steigt der Tumormarker-Wert nach der Therapie wieder an, deutet dies auf einen Tumorrückfall (sog. Rezidiv) oder auch auf gewachsene Metastasen hin.

Wissenschaftler prüfen derzeit noch, ob eine Reihenuntersuchung (Screening) beim Ovarialkarzinom sinnvoll ist. Ziel des Screenings soll sein, die Erkrankung sehr früh zu erkennen und somit die durch Eierstockkrebs bedingten Todesfallraten zu senken. Die Diagnose-Verfahren beim Screening umfassen eine Blutuntersuchung, die den Tumormarker CA 125 bestimmt, sowie eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide.


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