Eileiterentzündung und Eierstockentzündung (Adnexitis)

Forum

Gynäkologie

Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Gynäkologie

Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Eileiterentzündung und Eierstockentzündung (Adnexitis): Therapie

Stand: 15. Juni 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Eileiterentzündung oder Eierstockentzündung (Adnexitis) erfolgt die Therapie in erster Linie konservativ mit Medikamenten und unterstützenden Methoden. Operative Verfahren sind nötig, wenn es zu Komplikationen, zum Beispiel Abszessen (verkapselte Eiterherde), im Beckenbereich kommt.

Konservative Therapie

Sobald sich der Verdacht auf eine Eileiterentzündung oder Eierstockentzündung bestätigt hat, leitet der behandelnde Arzt eine Antibiotika-Therapie ein. Sie beginnt normalerweise mit einem Breitband-Antibiotikum, also einem gegenüber mehreren Erregern wirksamen Präparat. Sind der auslösende Erreger und mögliche Resistenzen bekannt, wählt der Arzt das am besten wirksame Präparat aus.

Neben Antibiotika werden antiphlogistische Medikamente eingesetzt, die dem Entzündungsprozess entgegenwirken und eine schmerzlindernde (analgetische) Wirkung haben. Dazu gehören beispielsweise die nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Diclofenac.

Die Behandlung dauert in der Regel bis zu 20 Tagen und sollte auch nach Abklingen der akuten Beschwerden nicht unterbrochen werden, damit die Adnexitis komplett ausheilen kann und es nicht zur Unfruchtbarkeit kommt. Außerdem ist eine ausreichende Behandlungsdauer wichtig, damit sich keine Erreger vermehren, die gegen das Antibiotikum resistent sind.

Um Unregelmäßigkeiten der Regelblutung zu behandeln, können Hormonpräparate eingesetzt werden. Bei der akuten Adnexitis ist es sinnvoll, auf Geschlechtsverkehr zu verzichten – auch nach der Einnahme schmerzlindernder Medikamente. Oftmals ist bei einer Eierstockentzündung oder Eileiterentzündung (Adnexitis) auch sinnvoll, den Sexualpartner der Betroffenen zu behandeln, damit sie sich nach der Therapie nicht erneut bei ihrem Partner ansteckt.

Unterstützende Therapie

Frauen mit einer Eileiterentzündung oder Eierstockentzündung im akuten Stadium sollten Bettruhe einhalten. Häufig ist es sinnvoll, dass die Patientinnen stationär im Krankenhaus bleiben. Die Ernährung sollte möglichst wenig belasten. Frauen, die an einer Adnexitis erkrant sind, sollten außerdem darauf achten, Blase und Darm regelmäßig zu entleeren.

Besonders bei Fieber ist es wichtig, dass die Betroffenen viel Flüssigkeit zu sich nehmen – als Getränke oder auch als Infusionen.

Weiterlesen: Eileiterentzündung und Eierstockentzündung (Adnexitis): Therapie – Operative Therapie

Das könnte Sie auch interessieren

Krankheitsgebiete

Krankheitsgebiete

Von A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2013 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.