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Forenexperte: Dirk Glöckner
Forum Gynäkologie
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Stand: 28. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Eileiterentzündung oder Eierstockentzündung (Adnexitis) erfolgt die Therapie in erster Linie konservativ mit Medikamenten und unterstützenden Methoden. Operative Verfahren sind nötig, wenn es zu Komplikationen, zum Beispiel Abszessen (verkapselte Eiterherde), im Beckenbereich kommt.
Sobald sich der Verdacht auf eine Eileiterentzündung oder Eierstockentzündung bestätigt hat, leitet der behandelnde Arzt eine Antibiotika-Therapie ein. Sie beginnt normalerweise mit einem Breitband-Antibiotikum, also einem gegenüber mehreren Erregern wirksamen Präparat. Sind der auslösende Erreger und mögliche Resistenzen bekannt, wählt der Arzt das am besten wirksame Präparat aus.
Neben Antibiotika werden Medikamente eingesetzt, die antiphlogistisch wirken, also dem Entzündungsprozess entgegenwirken, und die eine schmerzlindernde (analgetische) Wirkung, haben. Dazu gehören beispielsweise die nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Diclofenac.
Die Behandlung dauert in der Regel bis zu 20 Tagen und sollte auch nach Abklingen der akuten Beschwerden nicht unterbrochen werden, damit die Adnexitis komplett ausheilen kann und es nicht zur Unfruchtbarkeit kommt. Außerdem ist eine ausreichende Behandlungsdauer wichtig, damit sich keine Erreger vermehren, die gegen das Antibiotikum resistent sind.
Um Unregelmäßigkeiten der Regelblutung zu behandeln, können Hormonpräparate eingesetzt werden. Bei der akuten Adnexitis ist es sinnvoll, auf Geschlechtsverkehr zu verzichten – auch nach der Einnahme schmerzlindernder Medikamente. Oftmals ist bei einer Eierstockentzündung oder Eileiterentzündung (Adnexitis) auch sinnvoll, den Sexualpartner der Betroffenen zu behandeln, damit sie sich nach der Therapie nicht erneut bei ihrem Partner ansteckt.
Frauen mit einer Eileiterentzündung oder Eierstockentzündung im akuten Stadium sollten Bettruhe einhalten. Häufig ist es sinnvoll, dass die Patientinnen stationär im Krankenhaus bleiben. Die Ernährung sollte möglichst wenig belasten. Frauen, die an einer Adnexitis erkrant sind, sollten außerdem darauf achten, Blase und Darm regelmäßig zu entleeren.
Besonders bei Fieber ist es wichtig, dass die Betroffenen viel Flüssigkeit zu sich nehmen – als Getränke oder auch als Infusionen.
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