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Eileiterentzündung und Eierstockentzündung (Adnexitis)

Eileiteentzündung und Eierstockentzündung (Adnexitis): Diagnose

Stand: 28. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Eileiterentzündung und Eierstockentzündung (Adnexitis) beginnt die Diagnose mit einer Befragung durch den Arzt (Anamnese). Der Gynäkologe kann während der Untersuchung Veränderungen feststellen, die auf eine Adnexitis hinweisen. Dazu gehört beispielsweise eine vergrößerte und druckschmerzhafte Gebärmutter, Schmerz beim Bewegen des Muttermunds (Portioschiebeschmerz) und Ausfluss (Fluor genitalis). Eine tastbare Vergrößerung ist zu Beginn einer Eileiterentzündung oder Eierstockentzündung nicht und im Verlauf der Erkrankung nur bei etwa der Hälfte der betroffenen Frauen zu tasten.

Um die Erreger nachzuweisen, nimmt der Arzt einen Abstrich vom Gebärmutterhals und lässt ihn unter dem Mikroskop auf Erreger und vermehrte weiße Blutkörperchen (Leukozyten) untersucht. Außerdem wird Abstrichmaterial in ein Labor zur kulturellen Anzüchtung der Erreger und zur Resistenzbestimmung geschickt, um festzustellen, welche Antibiotika gegen die Keime wirksam sind. Anhand einer Blutuntersuchung können sogenannte Entzündungszeichen nachgewiesen werden. Dazu gehört eine beschleunigte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit sowie ein Anstieg der weißen Blutkörperchen (Leukozytose).

Bei Eileiterentzündung und Eierstockentzündung (Adnexitis) setzt der Arzt zur Diagnose auch bildgebende Verfahren ein. Im Ultraschall lassen sich verdickte Eileiter, Eiteransammlungen an den Eierstöcken oder Abszesse und Flüssigkeit in der Bauchhöhle hinter der Gebärmutter erkennen.

Eine Spiegelung der Bauchhöhle (Laparoskopie) in Narkose, ermöglicht eine direkte Beurteilung der Eierstöcke und Eileiter (Adnexe) sowie der benachbarten Organe. Auf diesem Weg kann der Untersucher auch unmittelbar von der Oberfläche der Adnexe Material zum Erregernachweis entnehmen.

Weiterlesen: Eileiteentzündung und Eierstockentzündung (Adnexitis): Therapie

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