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Ebola: Verlauf

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (23. Januar 2015)

Ebola ist eine lebensbedrohliche Infektion und nimmt häufig einen sehr ernsten Verlauf. Nach der Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen) kommt es meist erst zu unspezifischen Symptomen:

Nach etwa fünf bis sieben Krankheitstagen treten dann in einigen Fällen die typischen inneren und äußeren Blutungen auf. Es kann zu Organenversagen kommen – dies ist häufig auch die Ursache für einen tödlichen Verlauf der Ebola-Erkrankung.

Sterblichkeit

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Zahlen über Erkrankte und Verstorbene lässt sich für die Sterblichkeit nur ein weit gefasster Bereich von 50 bis 80 Prozent angeben. Nach einer überstandenen Erkrankung besteht keine komplette Immunität. Wer ein zweites Mal an Ebola erkrankt, trägt ein geringeres Risiko, daran zu sterben – das heißt, die Sterblichkeit nimmt in der Regel ab.

Besondere Problematik

Die meisten Ebola-Infektionen treten in Krankenhäusern auf, in denen bereits Ebola-Patienten behandelt werden. Das liegt hauptsächlich an:

  • den oft schlechten hygienischen Bedingungen vor Ort,
  • einer ungenügenden Versorgung mit desinfiziertem Material sowie
  • der Mehrfachnutzung von OP-Bestecken und Spritzen.

Die Krankheitsausbreitung konnte in der Vergangenheit immer dann gut eingedämmt werden, wenn ausreichende Hygiene- und Quarantänemaßnahmen zur Verfügung standen und zielgerichtet zum Einsatz kamen.

Das Hauptproblem bei Ebola ist die nicht eindeutig geklärte ursprüngliche Infektionsquelle – also die Tierart, welche das ursprüngliche Virus beherbergt, ohne selbst daran zu erkranken (sog. natürliches Reservoir). Erst wenn diese Quelle gefunden ist, können Ärzte und Wissenschaftler viele ihrer Fragen zu der Infektionkrankheit klären. Daher untersuchten Forscher während der letzten Epidemien zahlreiche Tierarten in den betroffenen Regionen.

Momentan nehmen Wissenschaftler an, dass möglicherweise Flughunde das natürliche Reservoir des Ebola-Virus sind. Diese könnten das Virus direkt an Menschen weitergeben (z.B. wenn Flughunde verzehrt werden) oder indirekt über infizierte Affen. Es gibt Ebola-Fälle, bei denen sich die Betroffenen durch den Verzehr von Affenfleisch infiziert haben. Da diese Tiere aber selber auch an der Krankheit versterben, kommen sie als Ursprungswirt nicht infrage.



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