Anzeige

Anzeige

Dysphonie (Stimmstörungen): Überblick

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

© Jupiterimages/AbleStock.com

Wer unter Stimmstörungen (medizinisch: Dysphonie) leidet, hat Schwierigkeiten bei der Stimmerzeugung. So ist die Stimme bei Stimmstörungen in unterschiedlichem Ausmaß verändert und kann von rau über heiser bis piepsig klingen.

Die Ursachen der Dysphonie können dabei bei veränderten oder beschädigten Organen liegen – wie dem Kehlkopf, zum Beispiel bei einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis). Aber auch die Art und Weise wie man seine Stimme benutzt (usogene Ursache) und psychologische Ursachen können zu einer Dysphonie führen. Mediziner sprechen dann von funktionellen Stimmstörungen. "Funktionell" bedeutet, dass die Dysphonie keine organischen Ursachen hat. Manchmal können aus einer Fehlbelastung der Stimmbänder auch organische Schäden entstehen: sogenannte Stimmbandknötchen. Diese sind aber in der Regel harmlos.

Bei Jungen tritt teilweise in der Pubertät beim Stimmwechsel (Stimmbruch) eine Dysphonie (sog. Mutationsfistelstimme) auf. Die Stimme sollte in dieser Zeit deshalb möglichst geschont werden.

Die Diagnose von Dysphonie lässt sich mithilfe verschiedener Untersuchungen rasch stellen – die Suche nach den genauen Ursachen dauert aber mitunter länger. Die Stimme des Betroffenen gibt dem Arzt bereits erste Hinweise, dass Stimmstörungen vorliegen könnten. Der Hals-Nasen-Ohrenarzt befragt den Patienten außerdem, zum Beispiel nach seinem Beruf, möglichen Allergien oder Medikamenten. So kann er mögliche Ursachen der Dysphonie erkennen. Weitere Untersuchungen wie eine Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie) können die Diagnose sichern und helfen bei der Suche nach organischen Ursachen.

Therapeutisch stehen, je nach Ursache, sowohl ein operativer Eingriff als auch konservative Methoden (d.h. eine Therpie ohne Operation) zur Auswahl. Eine wichtige Behandlungsform ist dabei immer die Stimmtherapie. In Stimm- und Atemübungen lernen Personen mit Dysphonie, ihre Stimme richtig zu nutzen und nicht zu überlasten. Die Prognose kann bei Stimmstörungen sehr unterschiedlich ausfallen, meist nehmen sie unter Behandlung einen positiven Verlauf.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst

Anzeige