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DurchblutungsstörungenMedizinische EingriffeStand: 14. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Je nach Verlauf können bei Durchblutungsstörungen zur Therapie verschiedene medizinische Eingriffe sinnvoll oder gar notwendig sein. Entfernen eines Blutpfropfs (Embolektomie)Falls ein über die Blutbahn verschleppter Blutpfropf (Embolus) für die Durchblutungsstörung verantwortlich ist, besteht die Therapie darin, den Pfropf unter örtlicher Betäubung zu entfernen. Diesen medizinischen Eingriff nennt man auch Embolektomie. Dehnung des Gefäßes (Gefäßdilatation)Vor allem wenn bei Durchblutungsstörungen kurzstreckige Gefäßverschlüsse vorliegen, eignet sich zur Therapie eine Dehnung des betroffenen Gefäßes (sog. Gefäßdilatation) von innen. Bei diesem medizinischen Eingriff kommt ein Ballonkatheter zum Einsatz. Nachdem der Arzt das Gefäß mit dem Ballon aufgedehnt hat, kann er möglicherweise eine Drahthülse (Stent) einsetzen, die das Gefäß langfristig offen hält. Blutverdünnung (Lysetherapie)Wenn bei Durchblutungsstörungen frische Blutgerinnsel vorliegen, ist in manchen Fällen eine medikamentöse Therapie zur Blutverdünnung (Lysetherapie) geeignet: Hierbei kommen bestimmte blutverdünnende Medikamente zum Einsatz, die das Blutgerinnsel auflösen sollen – sogenannte Fibrinolytika. Der Arzt spritzt das Medikament in eine Vene oder direkt in das betroffene Gefäß. Die Lysetherapie erhöht allerdings die Blutungsgefahr, sodass eine intensive Überwachung der Betroffenen nötig ist. OperationBei manchen Durchblutungsstörungen ist zur Therapie eine Operation erforderlich. Zu einem wichtigen Operationsverfahren zählt die Ausschälplastik (Desobliteration). Der Operateur legt dabei den jeweiligen Gefäßabschnitt frei und entfernt die Substanzen, die für den Verschluss verantwortlich sind. Nach dem Eingriff verschließt er die Arterie mit einem sogenannten Patch. Außerdem ist es möglich, mit einem Bypass eine "Umleitung" um die verengte Stelle zu bilden. Ist bei Durchblutungsstörungen im Arm oder Bein eine Extremität durch eine solche Operation nicht mehr zu retten, ist zur Therapie ihre Amputation notwendig. Bei Durchblutungsstörungen des Darms gilt: Je schwerer die Symptome sind, umso rascher ist zur Therapie eine Operation nötig, um den Blutfluss wiederherzustellen. Bei einem akuten Gefäßverschluss stirbt das Darmgewebe ab (Darmgangrän), was unbehandelt zum Tod führt. Bei einer Operation ist es zum Beispiel möglich, den geschädigten oder bereits abgestorbenen Darmteil zu entfernen, die Arterie zu rekonstruieren oder beide Techniken zu kombinieren. Weiterlesen: Durchblutungsstörungen: Therapie – Durchblutungsstörungen der Finger oder Zehen (Raynaud-Syndrom) Das könnte Sie auch interessieren
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