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DurchblutungsstörungenDurchblutungsstörungen: DiagnoseStand: 14. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei Durchblutungsstörungen ist eine erste, vorläufige Diagnose meist schon anhand der typischen Beschwerden und klinischen Untersuchungen möglich. Aufwendigere Untersuchungen helfen dabei, die Verdachtsdiagnose zu bestätigen, den Schweregrad der Durchblutungsstörung zu bestimmen und bisher unbekannte Risikofaktoren zu ermitteln. BlutdruckmessungBei Verdacht auf Durchblutungsstörungen kann der erste Schritt zur Diagnose in einer Blutdruckmessung bestehen: Weichen die Blutdruckwerte des rechten und linken Arms deutlich voneinander ab, dann weist dies auf eine einseitige Gefäßveränderung hin. ProvokationstestsBei Durchblutungsstörungen kommen zur Diagnose auch sogenannte Provokationstests zum Einsatz: Dabei testet der Arzt anhand verschiedener Bewegungsprüfungen, ob sich Symptome der vermuteten Durchblutungsstörung hervorrufen lassen, um die Störung zu beurteilen. So kann er zum Beispiel den Schweregrad der Durchblutungsstörung ermitteln, indem er untersucht, wie weit die Betroffenen ohne Schmerzen in einer bestimmten Geschwindigkeit gehen können. Dopplersonographie der GefäßeBei Durchblutungsstörungen kann zur Diagnose auch eine Dopplersonographie der Gefäße beitragen. Die dopplersonographische Blutdruckmessung zum Beispiel ist eine Standarduntersuchung bei Durchblutungsstörungen der Extremitäten (pAVK). Der Betroffene ruht dabei zunächst mindestens 15 Minuten. Im Anschluss an die Ruhephase misst der Arzt unter Einsatz eines Ultraschallkopfs den sogenannten systolischen Blutdruck an beiden Oberarmen sowie an beiden Knöcheln. Der systolische Blutdruck entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und dabei Blut aus der linken Hauptkammer in den Körper presst. Der entstehende Druck überträgt sich dabei auf die Hauptschlagader (Aorta) und weiter auf die folgenden Arterien und Arteriolen. Anhand der Werte, die die Blutdruckmessung unter Einsatz der Dopplersonographie ergeben hat, ermittelt der Arzt für die Diagnose den sogenannten Knöchel-Arm-Index (bzw. Doppler-Index), indem er das Verhältnis des gemessenen Drucks von Knöchel und Oberarm bestimmt. Ein Index unterhalb eines bestimmten Werts deutet auf eine Durchblutungsstörung hin. Auf einem ähnlichen Prinzip basiert die sogenannte Oszillographie, die es ermöglicht, genaue Puls-Volumen-Kurven aufzuzeichnen. AngiographieBei Durchblutungsstörungen ist eine sogenannte Angiographie zur weiteren Diagnose hilfreich: Die Angiographie ermöglicht es, die minderdurchbluteten Arterien eingehender zu untersuchen. Dazu spritzt der Arzt ein Röntgenkontrastmittel direkt in eine Schlagader. Eine Angiographie kann mit Nebenwirkungen wie zum Beispiel einer Kontrastmittelallergie, Nachblutungen oder einem Blutgerinnsel (Thrombose) verbunden sein. Daher führt man sie nur dann durch, wenn eine operative Behandlung der Durchblutungsstörung notwendig ist. Weiterlesen: Durchblutungsstörungen: Therapie Das könnte Sie auch interessieren
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