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Forenexperte: Dr. Jan-Peter Siegers
Forum Durchblutungsstörungen
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Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Durchblutungsstörungen sind – meist durch verengte oder verstopfte Arterien entstandene – Behinderungen des Blutflusses, was zu einer schlechteren Versorgung der betroffenen Körperbereiche mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut führt: Eine gute Durchblutung ist notwendig, um die Organe und Gewebe mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Darüber hinaus nimmt das Blut Substanzen auf beziehungsweise gibt diese ab, damit Organe und Gewebe optimal arbeiten können. Andere Substanzen wiederum, zum Beispiel Kohlendioxid, transportiert das Blut aus den Organen wieder ab. Grundsätzlich gilt: Je weniger Sauerstoff ein Organ erhält, desto weniger leistungsfähig ist es. Die Fähigkeit der Zellen, ohne Sauerstoff zu überleben, unterscheidet sich von Organ zu Organ, sodass sich auch eine massive Durchblutungsstörung unterschiedlich auswirkt: Während das Gehirn nur wenige Minuten ohne Sauerstoff überlebt, können Niere und Leber drei bis vier Stunden und das ruhende Herz sogar mehrere Stunden überleben.
Sauerstoffmangel entsteht, wenn ein bestimmter Bereich nicht ausreichend durchblutet ist. Ist infolge dieser Durchblutungsstörungen ein gewisser Grad des Sauerstoffmangels erreicht, kommt es zu einer Funktionsstörung, die sich jedoch wieder zurückbilden kann – so zum Beispiel die Lähmung eines Beins. Hält der Sauerstoffmangel länger an, stirbt das betroffene Gewebe ab: Es entstehen beispielsweise ein Herzinfarkt, Schlaganfall oder Raucherbein.
Durchblutungsstörungen können entweder plötzlich (akut) oder auch sehr langsam (chronisch) an jeder Stelle im Körper entstehen.
Durchblutungsstörungen zeigen mit steigendem Lebensalter eine zunehmende Häufigkeit: Bei den 60- bis 70-Jährigen beträgt sie zehn Prozent. Männer haben viermal häufiger eine gestörte Durchblutung als Frauen. Meist betrifft eine Durchblutungsstörung die Beine, seltener die Arme. Noch seltener kommt es zu Störungen der Darmversorgung oder anderen Sonderformen.
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