Down-Syndrom (Trisomie 21): Verlauf

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (29. Dezember 2016)

Die Lebensqualität und auch die Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom sind in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Dieser Verlauf ist unter anderem auf die Entwicklung der Antibiotika zurückzuführen: Vor deren Einführung führte die Trisomie 21 wegen der höheren Anfälligkeit für Infekte meistens schon vor dem 10. Lebensjahr zum Tod. Auch die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten bei begleitenden Fehlbildungen (wie angeborene Herzfehler, Fehlbildungen des Verdauungstrakts) haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung der Betroffenen mittlerweile rund 60 Jahren beträgt.

Dabei kann ein Kind mit Down-Syndrom in hohem Maß von frühzeitigen Fördermaßnahmen profitieren: Bei gezielter und individuell angepasster geistiger und körperlicher Förderung zeigen viele Kinder mit Trisomie 21 eine gute Lernentwicklung, was ihnen dazu verhilft, ihren Alltag später relativ selbstständig bestreiten zu können.

Entsprechend hat sich in den letzten Jahren auch das Bild von Menschen mit Down-Syndrom gewandelt: Während sie früher vor allem als "Behinderte" galten, zeigt sich immer mehr, welche Fähigkeiten eine individuelle Förderung trotz Trisomie 21 wecken kann.

Allerdings haben Menschen mit Down-Syndrom mit fortschreitendem Lebensalter ein erhöhtes Risiko, eine Alzheimer-Demenz zu entwickeln. Außerdem hängen Verlauf und Prognose auch heute noch davon ab, wie schwerwiegend die mit der Trisomie 21 verbundenen Fehlbildungen sind: So verläuft die Mosaik-Trisomie 21 allgemein umso günstiger, je kleiner der Anteil der betroffenen Zellen ist.


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